Kiefferulus dux (Johannsen, 1905)

Ohne deutschen Namen

Gattung: Kiefferulus

Familie: Zuckmücken (Chironomidae)

Ordnung: Zweiflügler (Diptera)


Kennzeichen

Der Körper hat eine grünlich-gelbe Grundfarbe, nur die Oberseite des hochgewölbten Thorax ist bräunlich. In Ruhe richten sie ihre Vorderbeine nach vorne und zucken mit diesen immer wieder. Die Fühler sind federartig ausgebildet. Sie wird etwa 5 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie je nach Witterung im April oder Mai fliegen sehen.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Wiesen und Waldränder, vor allem in Gewässernähe.

Ernährung

Ausgewachsene Tiere ernähren sich von Honigtau und Nektar.

Fortpflanzung und Entwicklung

Zur Partnerfindung werden sogenannte Tanzschwärme gebildet, die fast ausschließlich aus Männchen bestehen. Dabei fliegen sie immer wieder auf und ab und erzeugen einen Summton der Weibchen anlockt. Sobald eines erscheint wird es im Flug gegriffen und begatten. Danach wirft das Weibchen vermutlich die Eier über einer Wasseroberfläche ab und die wurmförmige Larve entwickelt vermutlich sich im Wasser. Sie überwintert als Larve und verpuppt sich im nächsten Jahr. Das daraus schlüpfende ausgewachsene Insekt hat nur eine Lebenserwartung von wenigen Tagen.

Gefährdung und Schutz

Kiefferulus dux gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Zuckmücken haben eine besondere Stellung in der Nahrungskette. Nicht nur viele Fische ernähren sich von ihnen sondern auch viele Vögel fangen die Fliegen um ihre Jungen zu füttern.

Zuckmücken haben keinen Stachel wie die Stechfliegen und können somit auch einen Menschen nicht stechen.

Verwechslungsgefahr

Es gibt sehr viele ähnlich aussehende Arten. Eine Unterscheidung anhand von Fotos ist nicht möglich aber gelegentlich kann man sich auf die Flugzeit stüzen, da die einzelnen Arten immer nur wenige Wochen im Jahr fliegen.