Gemeine Stechmücke, Nördliche Hausmücke

Culex pipiens (Linnaeus, 1758)

Gattung: Culex

Familie: Stechmücken (Culicidae)

Unterordnung: Mücken (Nematocera)

Ordnung: Zweiflügler (Diptera)


Kennzeichen

Der Körper ist lang und schmal. Die hellen Hinterleibssegmente sind dunkel gebändert. Weibchen besitzen einen langen Stechrüssel, Männchen haben einen Saugrüssel. Die Fühler sind gefiedert und sie wird zwischen 3 und 7 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie zwischen April und November fliegen sehen.

Verbreitung

Weltweit.

Habitat

Die Gemeine Stechmücke ist in allen Lebensräumen zu finden, vor allem aber in feuchten Wäldern.

Ernährung

Weibliche Stechmücken ernähren sich von Blut von Säugetieren und Vögeln, männliche Stechmücken saugen Nektar verschiedener Blütenpflanzen und Pflanzensäften. Die Larven ernähren sich von Algen, Kleinsttieren und Schwebteilchen aus dem Wasser.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Männchen sind oft in kleinen Schwärmen unterwegs. Sobald ein Weibchen dazu kommt, stürzen sich die Männchen auf sie. Hat sich ein Männchen mit dem Weibchen vereinen können, sinken sie zum Boden wo dann die nur wenige Sekunden dauernde Paarung stattfindet. Nach der Paarung legt das Weibchen zwischen 200 und 300 Eier auf der Wasseroberfläche ab. Diese kleben aneinander und schwimmen auf der Wasseroberfläche. Nachdem die Larven geschlüpft sind, hängen sie sich unter die Wasseroberfläche. Mit ihrem Atemrohr am Hinterleib erhalten sie so Sauerstoff. Nach etwa 20 Tagen ist die Entwicklung abgeschlossen und verpuppt sich im Wasser. Auch während dieser Zeit hängt sie unter der Wasseroberfläche. Kurz darauf schlüpfen die erwachsenen Tiere.

Gefährdung und Schutz

Die Gemeine Stechmücke gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Bei einem Stich überträgt das Weibchen Speichel in die kleine Wunde, das einen starken Juckreiz auslöst.

Befruchtete Weibchen der letzten Generation überwintern an geschützten Stellen.

Verwechslungsgefahr

Sie kann leicht mit anderen Stechmücken verwechselt werden. In Mitteleuropa gibt es etwa 100 verschiedene Arten.