Gelbband-Torfschwebfliege, Große Torf-Schwebfliege

Sericomyia silentis (Harris, 1776)

Gattung: Sericomyia

Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)

Unterordnung: Fliegen (Brachycera)

Ordnung: Zweiflügler (Diptera)


Kennzeichen

Der Körper hat eine schwarze Grundfarbe. Das Gesicht ist gelb mit einer schwarzen Mittellinie, die Stirn ist beim Weibchen schwarz, beim Männchen gelb und bei beiden Geschlechtern gelblich behaart. Die rot-braunen Fühler haben einen lange gefiederte Borste. Der glänzende Vorderkörper trägt an den Seiten einen Streifen von dichten gelben Haaren. Das schwarze Schildchen hat am unteren Ende ebenfalls gelbe Haare. Auf dem Hinterleib befinden sich drei in der Mitte unterbrochene gelbe Querbinden und die Seiten des Hinterleibs sind gelb Behaart. Die Hinterleibsspitze ist gelb. Die Beine sind an der Basis schwarz, sonst rötlich-gelb mit feinen spitzen Dornen. Die durchsichtigen Flügel sind an den Spitzen leicht verdunckelt. Sie wird zwischen 15 und 18 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie von Juni bis September finden.

Verbreitung

Europa, Sibirien, Asien, Nordafrika.

Habitat

Feuchte und trockene Gebeite wie Moore oder Heiden, aber auch an Waldrändern und auf Lichtungen.

Ernährung

Ausgewachsene Tiere ernähren sich von Pollen verschiedener Pflanzen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Larven, auch Rattenschwanzlarven genannt, entwickeln sich in schlammigen Gewässern oder feuchten, torfhaltigen Boden.

Gefährdung und Schutz

Die Gelbband-Torfschwebfliege gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Beide Geschlechter können beim Fliegen einen deutlichen Summton erzeugen der andere Arten auf Blüten verscheucht.

Verwechslungsgefahr

Man kann sie leicht mit Arten aus der Gattung Chrysotoxum verwechseln, die aber keine gefiederten Fühlerborsten haben. Außerdem besteht Verwechslungsgefahr mit der Weißband-Torfschwebfliege (Sericomyia lappona). Diese hat aber eher gelbliche Querbinden auf dem Hinterleib, eine schwarze Hinterleibsspitze und leicht getönte Flügel.