Späte Wespenschwebfliege

Chrysotoxum festivum (Linnaeus, 1758), Synonym: Chrysotoxum arcuatum

Gattung: Chrysotoxum

Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)

Unterordnung: Fliegen (Brachycera)

Ordnung: Zweiflügler (Diptera)


Kennzeichen

Der Körper hat eine wespenähnliche Zeichnung. Die gebogenen gelben Querbinden auf dem Hinterleib sind in der Mitte unterbrochen und berühren nicht die Seitenränder. An den Seiten der Brust befinden sich je ein gelber breiter Streifen, der ebenfalls in der Mitte unterbrochen ist. Das Schildchen ist gelb mit einem schwarzen Fleck in der Mitte. Das Gesicht ist gelb bis orange mit einer schwarzen Mittellinie, die Fühler sind schwarz. Die Flügel schimmern an den äußeren Rändern orange und tragen einen dunklen, verwaschenen Fleck. Sie wird zwischen 11 und 15 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie ab etwa Mai/Juni bis in den September fliegen sehen.

Verbreitung

Europa, Nordasien.

Habitat

Brachen, Wiesen, Wald- und Wegränder.

Ernährung

Erwachsene Tiere ernähren sich von Pollen und Nektar, hauptsächlich von Doldengewächsen, die Larven von Holzmulm.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Larven entwickeln sich im Holzmulm.

Gefährdung und Schutz

Die Späte Wespenschwebfliege gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Im Jahre 1982 kam es durch Thompson zu einigen Änderungen bei der Namensgebung von Schwebfliegen. U. a. hat er Chrysotoxum festivum in Chrysotoxum arucuatum und Chrystotoxum fasciatum in Chrysotoxum arcuatum umgenannt. Das hat jedoch zu großer Verwirrung geführt und so wurde (vermutlich im Jahr 2002) die Namensänderung dieser beiden Arten wieder rückgängig gemacht und die ehemaligen Änderungen als Synonym aufgenommen. In den Büchern, die in diesem Zeitraum veröffentlicht wurden, stehen nun jedoch die falschen Namen. Daher empfehle ich eine händische Änderung in folgenden Büchern:

  • Kurt Kormann (2002): Schwebfliegen und Blasenkopffliegen. Fauna Verlag, Nottuln.
  • Gerald Bothe (1983 - 1994): Schwebfliegen. Deutscher Jugendbund für Naturbeobachten, Hamburg.
  • Gerd Röder (1990): Biologie der Schwebfliegen Deutschlands. Erna Bauer Verlag, Keltern-Weiler.
  • Olaf Bastian (1992): Schwebfliegen. Die Neue Brehm-Bücherei, Wittenberg.

Evtl. kann es noch weitere Literatur mit den falschen Namen geben. Dies kann man aber leicht überprüfen: steht Chrysotoxum festivum im Register, sind die Namen falsch. Steht Chrystotxum fasciatum im Register, sind die Namen richtig.

Verwechslungsgefahr

Sie kann sehr leicht mit  anderen Wespenschwebfliegen verwechseln.