Große Wolfsfliege

Dasypogon diadema (Loew, 1849)

Gattung: Dasypogon

Familie: Raubfliegen (Asilidae)

Unterordnung: Fliegen (Brachycera)

Ordnung: Zweiflügler (Diptera)


Kennzeichen

Der Körper ist bei den Männchen ganz schwarz. Die Weibchen (Bild) haben einen leuchtend roten Fleck auf dem Hinterleib der aber meist von den Flügeln verdeckt wird sowie mehrere gelbliche schmale Binden an den Seiten. Die Flügel sind bräunlich gefärbt. An den Vorderbeinen befinden sich dicke Fangdornen. Sie werden zwischen 18 und 26 mm groß und sind damit die größten in Mitteleuropa vorkommenden Raubfliegen.

Flugzeit

Man kann sie im vor allem im Juli und August finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Warme, sandige Gebiete mit spärlicher Vegetation wie z. B. Heiden, Brachen oder Binnendünen.

Ernährung

Sie ernähren sich räuberisch von anderen Insekten wobei sie hauptsächlich Bienen und Hummeln erbeuten und somit bei den Imkern gefürchtet sind.

Fortpflanzung und Entwicklung

Im südeuropäischen Raum geht der Paarung eine Balz vorraus die in Mitteleuropa noch nicht beobachtet werden konnte. Der Grund für diesen Unterschied ist noch unklar. Männchen werden nicht selten selber Opfer eines Weibchens. Die Paarung selber kann zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden dauern. Die Eier werden vom Weibchen im Sand abgelegt und mit einem sogenannten Sandkokon geschützt. Dieser besteht aus einem Gespinst aus einer harten Sandschale mit eingeklebten Körnern. Die Larven entwickeln sich im Boden.

Gefährdung und Schutz

Die Große Wolfsfliege gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Männchen fliegen ständig auf der Suche nach Beute und einem paarungswillen Weibchen umher, Weibchen halten sich meist auf dem Boden sitzend oder laufend auf.

Verwechslungsgefahr

Die Große Raubfliege kann aufgrund ihrer Größe nicht mit anderen Raubfliegen verwechselt werden.