Kirschfruchtfliege

Rhagoletis cerasi (Linnaeus, 1758)

Gattung: Rhagoletis

Familie: Bohrfliegen (Tephritidae)

Unterordnung: Fliegen (Brachycera)

Ordnung: Zweiflügler (Diptera)


Kennzeichen

Der Körper ist schwarz mit gelben Punkten auf dem Kopf und der Brust. Die Flügel haben ein geschwungenes schwarzes Muster. Die Komplexaugen sind grün, das Schildchen ist gelb. Sie werden 3,5 bis 5 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie von Mai bis Juli fliegen sehen.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Hauptsächlich im Gartenbau mit vielen Kirschbäumen, aber auch in Gebieten mit Heckenkirschen oder anderen Kirscharten.

Ernährung

Fliege und Larven ernähren sich von Kirschen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Larven entwickeln sich in verschiedenen Kirschenarten wie z. B. Sauerkirschen (Prunus cerasus) oder Heckenkirschen (Lonicera). Die Weibchen sind bereits etwa zwei Wochen nach dem Schlüpfen geschlechtsreif und beginnen sofort nach der Paarung mit der Eiablage an fast reifen Kirschen. Dabei sticht sie bis zu 80 Eier in eine Frucht ein. Nach etwa fünf bis zwölf Tagen schlüpfen die Larven, die nach weiteren 30 Tagen ausgewachsen sind. Zur Verpuppung verlassen sie die Frucht, lassen sich mit einem Faden zum Boden abseilen wo sie sich im Erdreich verpuppen. Die Puppe überwintert, machmal bis zu drei mal.

Gefährdung und Schutz

Die Kirschfruchtfliege gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Kirschfruchtfliege gilt im Gartenbau als Schädling. In trockenen Jahren kann es zu einem hohen Befall der Kirschbäume kommen.

Verwechslungsgefahr

Durch die charakteristische Musterung der Flügel ist die Kirschfruchtfliege unverwechselbar.