Büffelzikade, Büffelzirpe, Amerikanische Büffelzikade

Stictocephala bisonia (Kopp & Yonke, 1977)

Synonym: Ceresa bubalus (Fabricius, 1794)

Gattung: Stictocephala

Familie: Buckelzirpen (Membracidae)

Unterordnung: Rundkopfzikaden (Cicadomorpha)

Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)


Kennzeichen

Der gesamte Körper hat eine leuchtend grüne Färbung. Der stark gewölbte Halsschild trägt an den Seiten je einen dunklen Dorn und ist am oberen Rand rötlich. Die durchsichtigen Flügel sind länger als die Flügeldecken. Sie wird zwischen 7 und 10 mm groß.

Flugzeit

Ausgewachsene Tiere kann man in einer Generation von Juli/August bis Oktober finden.

Verbreitung

Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, seit etwa 1912 breitet sie sich in Europa und Asien aus und gilt inzwischen als eingebürgert. In Deutschland wurde wie 1966 erstmals gefunden.

Habitat

Wiesen, Brachen, krautreiche Waldränder, Gärten und Parkanlagen.

Ernährung

Sowohl die ausgewachsenen Tiere als auch die Nymphen ernähren sich saugend von verschiedenen Pflanzensäften wie z. B. Beifuß (Artemisia), Hartriegel (Cornus), Rosen (Rosa) sowie verschiedene Laub- und Obstbäume.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen legt nach der Paarung die Eier in kleinen Gruppen an Pflanzen ab, bevorzugt an Rosengewächsen (Rosaceae), wozu sie die Rinde halbmondförmig aufschlitzt. Dadurch entwickeln sich dort oft Wucherungen an den Pflanzen, die diese stark schädigen können. Dort überwintern die Eier. Im Frühling des nächsten Jahres schlüpfen die Nymphen und nutzten die geöffnete Rinde als erste Nahrungsquelle. Zur weiteren Entwicklung wandern die Nymphen in die Krautschicht.

Gefährdung und Schutz

Die Büffelzikade gilt zur Zeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Eier werden von der Schlupfwespe Polynema striaticorne parasitiert.

Verwechslungsgefahr

In Europa ist die Büffelzikade unverwechselbar.