Europäische Gottesanbeterin

Mantis religiosa (Linnaeus, 1758)

Gattung: Mantis

Familie: Mantidae

Unterordnung: Text

Ordnung: Fangschrecken (Mantodea)


Kennzeichen

Der Körper kann grün oder braun sein oder eine Mischung aus beiden Farben tragen. Das Halsschild ist deutlich verlängert und der Kopf sehr beweglich. Die drei Einzelaugen zwischen den Komplexaugen sind bei den Männchen stärker ausgeprägt. An der Innenseite der Vorderbeine befindet sich ein schwarzer Augenfleck, oft mit einem weißen Punkt in der Mitte den die Tiere bei Gefahr vorzeigen. Weibchen werden bis zu 75 mm groß, die Männchen bis zu 60 mm.

Flugzeit

Erwachsene Tiere kann man von Juli bis September finden, die Larven von Mai bis Juli.

Verbreitung

Ursprünglich stammt sie aus Afrika, hat sich aber langsam bis nach Norden und Osten ausgebreitet. Inzwischen findet man sie in fast ganz Europa, Asien bis nach Japan. Sie ist bis jetzt jedoch nur inselartig zu finden. Neue Funde deuten aber darauf hin, dass sie sich weiter ausbreitet.

Habitat

Hauptsächlich in sonnenexponierten, sehr warmen Gebieten. Meist auf lichten Trockenwiesen mit steinigem Untergrund.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von anderen Insekten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Erst einige Tage nach der Paarung beginnt das Weibchen mit der Eiablage. Dabei werden 100 bis 200 Eier in einem Gelege (Oothek) zwischen Steinen oder an Gräsern abgelegt. Sie sind mit einer schnell härtenden Schaummasse umhüllt und können auch Temperturen von bis zu -43 ° überstehen. Im Mai des nächsten Jahres schlüpfen die gerade mal 6 mm großen Larven. Weibchen häuten sich sechs bis sieben mal, Männchen fünf bis sechs mal. Nach der letzten Häutung dauert es noch 14 Tage bis die Tiere geschlechtsreif sind. Oft werden die Männchen von den Weibchen nach der Paarung aufgefressen.

Gefährdung und Schutz

Die Europäische Gottesanbeterin ist in der Roten Liste als gefährdet (3) eingetragen und ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Sie ist in Mitteleuropa die einzige vorkommende Art aus der Ordnung der Fangschrecken.

Verwechslungsgefahr

In Mitteleuropa kann diese Art nicht mit anderen Fangschrecken verwechselt werden.