Sandohrwurm

Labidura riparia (Pallas, 1773)

Gattung: Labidura

Familie: Labiduridae

Ordnung: Ohrwürmer (Dermaptera)


Kennzeichen

Der Körper ist bei beiden Geschlechtern sandfarben mit einer sehr variablen dunklen Zeichnung. Die Flügel sind gut ausgebildet, einen fliegenden Sandohrwurm wurde bisher aber noch nie beobachtet. Am Hinterleibsende befinden sich lange Zangen, die beim Männchen einen kleinen dunklen Zahn auf der Innenseite tragen und beim Weibchen nur schwach gebogen sind. Sie erreichen eine Körperlänge von ca. 26 mm.

Flugzeit

Man kann ihn zwischen Mai und September finden.

Verbreitung

Weltweit, vor allem aber in den Tropen.

Habitat

Sandige, feuchte oder trockene Gebiete wie Heiden, Binnendünen oder Uferbereiche. Dort bauen sie Wohnröhren mit einer dreieckigen Öffnung, die meist nur wenige Zentimeter lang sind.

Ernährung

Er ernährt sich vor allem von toten, selten auch von lebenden aber geschwächten Insekten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Paarung findet während des ganzen Sommers statt. Das Weibchen legt etwa 60 bis 90 Eier in ihre Wohnröhre ab und betreibt Brutführsorge. In der Regel ist die Entwicklung der Larven nach etwa 100 Tagen abgeschlossen. Ist das Ei jedoch später im Jahr abgelegt worden, überwintert das Tier auch als Larve wobei die Wohnröhren dann zum Schutz vor der Kälte bis zu zwei Meter in den Sand verlängert werden.

Gefährdung und Schutz

Der Sandohrwurm gilt zur Zeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Der Sandohrwurm ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus dieser Gattung.

Verwechslungsgefahr

Der Sandohrwurm kann aufgrund seiner Farbe und Zeichnung nicht mit einem anderen Ohrwurm verwechselt werden.