Tingis crispata (Herrich-Schaeffer, 1838)

Ohne deutschen Namen

Gattung: Tingis

Familie: Gitter- oder Netzwanzen (Tingidae)

Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)

Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)


Kennzeichen

Der Körper hat eine netzartige Struktur aus hellen und dunklen Bereichen. Die Fühler sind bräunlich, die Augen ebenfalls. Der Kopf ist länglich und dicht mit gebogenen Haaren besetzt. Sie wird zwischen 2,7 und 3,3 mm groß.

Flugzeit

Ausgewachsene Tiere kann man in zwei Generationen von April/Mai bis in den September finden, die Larven im Juli finden.

Verbreitung

Mittel- und Südeuropa, in West- und Nordeuropa sehr selten, Asien, Sibirien bis nach Japan.

Habitat

Warme und trockene Sandgebiete mit Vorkommen der Futterpflanzen.

Ernährung

Ausgewachsene Tiere und Larven ernähren sich vom verschiedenen Beifußarten (Artemisia) wie z. B. dem Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) oder Wermutkraut (Artemisia absinthium) finden, jedoch nicht am Feld-Beifuß (Artemisia campestris).

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach der Paarung legt das Weibchen im August einzeln oder in kleinen Gruppen an die Futterpflanzen ab. Die Larven entwickeln sich an den Futterpflanzen. Noch im selben Monat sind die Larven der zweiten Generation ausgewachsen und im September wandern sie nach unten in das Bodenstreu um dort zu überwintern.

Gefährdung und Schutz

Tingris crispata gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere ähnlich aussehende Arten. Eine gute Bestimmung ist über die Pflanze möglich auf der man die Gitter-Netzwanzen findet.