Rote Mordwanze

Rhinocoris iracundus (Poda, 1761)

Gattung: Rhinocoris

Familie: Raubwanzen (Reduviidae)

Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)

Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)


Kennzeichen

Der kräftig gebaute Körper hat eine variabele rot-schwarze Zeichnung, gelegentlich auch mit hellen Stellen. Das Schildchen ist schwarz mit roter Spitze, der Halsschild ist rot mit einer roten Mitte. Die Körperunterseite ist rot mit schwarzen Flecken. Sie haben einen kräftigen Stechrüssel und ein Stich ist für den Menschen recht schmerzhaft. Sie werden 13,8 bis 17 mm groß.

Flugzeit

Die Wanzen kann man von Juni bis Juli finden, die Nymphen nach der Überwinterung ab Mai bis Juni und dann wieder ab August bis September.

Verbreitung

Fast ganz Europa bis nach China.

Habitat

Sonnige, trockene Gebiete mit einer ausreichenden Krautschicht. Die Nymphen halten sich überwiegend auf dem Boden unter Steinen oder im Streu auf.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von anderen Insekten.

Gefährdung und Schutz

Die Rote Mordwanze gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Durch Reibung des Saugrüssels an einer quergestreiften Rinne an den Vorderbeinen kann die Wanze zirpende Lauter erzeugen.

Verwechslungsgefahr

Sie kann vor allem mit der Geringelten Mordwanze (Rhinocoris annulatus) verwechselt werden. Diese ist aber auf der Körperoberseite komplett schwarz, nur die Seitenränder des Hinterleibs sind ebenfalls rot-schwarz geringelt.