Wasserskorpion

Nepa cinerea (Linnaeus, 1758); Synonym Nepa rubra

Gattung: Nepa

Familie: Skorpionswanzen (Nepidae)

Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)

Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)


Kennzeichen

Der flache Körper ist dunkelbraun mit gelegentlichen rötlichen Stellen. Am Hinterleib befindet sich ein ca. 10 mm langes zweiteiliges Atemrohr das stets zur Wasseroberfläche gehalten wird. Der kleine Kopf hat eine dreieckige Form und die Vorderbeine sind zu kräfigen Fangbeinen umgewandelt. Obwohl die Flügel voll ausgebildet sind, ist der Wasserskorpion flugunfähig. Er wird bis zu 10 mm breit und erreicht mit dem Atemrohr eine Körperlänge von 17 bis 25 mm.

Flugzeit

Man kann ihn von April bis in den Oktober finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas, Afrika, Asien, jedoch sehr zerstreut.

Habitat

Stehende oder langsam fließende Gewässer, dort meist in der flachen, schlammigen, bewachsenen Uferzone. Sehr selten kann man sie auch an Land finden.

Ernährung

Er ernährt sich sich räuberisch von Wasserflöhen, Insektenlarven, Kaulquappen und kleinen Fischen. Sobald ein Beutetier vorbeischimmt, klappen die Fangbeine blitzschnell nach vorne um sie zu greifen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Eier werden vom Weibchen an verfaulten Pflanzenteilen oder Algen abgelegt. Sie haben meist sieben Atemfäden mit denen sie Kontakt zur Wasseroberfläche haben. Die Nymphen schlüpfen im Mai und durchlaufen fünf Häutungen. Im September ist die Entwicklung abgeschlossen.

Gefährdung und Schutz

Der Wasserskorpion gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Überwinterung erfolgt als erwachsenes Tier im Grund von schlammigen Gewässern. Der Wasserskorpion kann mehrere Jahre alt werden.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung mit anderen Skorpionswanzen ist bei genauer Betrachtung ausgeschlossen.