Baumsichelwanze

Himacerus apterus (Fabricius, 1798)

Gattung: Himacerus

Familie: Sichelwanzen (Nabidae)

Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)

Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)


Kennzeichen

Der Körper hat eine dunkle grau-braune bis rötliche Grundfarbe. Der Rand des Hinterleibes ist nach oben gebogen und beim Weibchen (Bild 2) deutlich breiter als beim Männchen (Bild 1). Die Fühler sind etwa körperlang, die Flügel sind bei beiden Geschlechtern verkürzt. Selten kann es aber auch langflüglige Exemplare geben. Sie wird zwichen 8,6 und 11,5 mm groß.

Flugzeit

Ausgewachsene Tiere kann man von Juli bis Obkober finden, die Nymphen am dem Frühling bis in den Sommer.

Verbreitung

Europa, Asien, Japan, Sibirien, in Kanada eingeschleppt.

Habitat

Wald- und Wegränder, Wiesen, Felder, Gärten, Parkanlagen.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von kleinen Insekten und deren Eier und Larven wobei die Beute nie größer als der eigene Körper der Wanze ist. Selten saugen sie auch an Pflanzen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach der Paarung sticht das Weibchen die Eier in Pflanzenstängel, selten auch in junge Gehölztriebe. Die Eier überwintern dort und im Frühling des nächsten Jahres schlüpfen die Nymphen. Bis zum Juli häuten sie sich viermal und sind dann Geschlechtsreif.

Gefährdung und Schutz

Die Baumsichelwanze gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Beim Anstechen der Beute hällt die Wanze diese mit den Vorderbeinen fest. Dann kann sie frei herumgetragen werden.

Verwechslungsgefahr

Man kann leicht mit Himacerus mirmicoides verwechseln. Diese Art ist aber insgesamt kleiner und hat deutlich kürzere Fühler.