Rostrote Winkelspinne

Tegenaria ferruginea (Panzer, 1804)

Gattung: Winkelspinnen (Tegenaria)

Familie: Trichterspinnen (Agelenidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Der Vorderkörper ist gelbbraun bis braun mit einem welligen dunklen Rand und ebenfalls welligen dunklen Längsstreifen. Der Hinterkörper hat eine dunkle Grundfarbe mit einem mittig verlaufenden rostroten Längsband. Dieses Band ist in der Breite sehr variabel und kann auch gelegentlich ganz fehlen. Neben diesem Band befinden sich mehrere helle und dunkle Flecken. Die gelben Beinde sind dunkel geringelt. Insgesamt erscheint die gesamte Färbung etwas kontastarm. Weibchen werden zwischen 11 und 14 mm groß, Männchen zwischen 9 und 11 mm.

Reifezeit

Ausgewachsene Tiere kann man von Ende Mai bis Oktober finden.

Verbreitung

Ganz Europa, Azoren.

Habitat

Hauptsächlich in trockenen Wäldern aber auch in Gebäuden.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von kleinen Insekten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Text

Gefährdung und Schutz

Die Rostrote Winkelspinne gilt zur Zeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Das Trichternetzt wird an dunklen und ungestörten Plätzen gebaut. Das können z. B. Dachböden, Lücken zwischen Steinen oder Baumhöhlen sein. Fühlt sich die Spinne bedroht, flüchtet sie in ihren Trichter und verlässt diesen durch die hintere Öffnung. Fallen kleine Beutetiere in das Netz, werden diese sofort mit einem Giftbiss getötet, größere Tieren umwickelt sie erst mit einem Spinnfaden. Im Anschluss wird das Opfer in den Trichter getragen und verzehrt.

Verwechslungsgefahr

Das Weibchen (Bild 1) kann vor allem mit Tegenaria parietina verwechselt werden. Diese Art hat aber längere Beine und der Körper ist insgesamt dunkler. Auch mit Tegenaria silvestris besteht Verwechslungsgefahr. Diese Spinne ist kontastreicher gezeichnet, deutlich größer und hat einen eher braunen Mittelstrich auf dem Hinterkörper.