Oxyopes ramosus (Martini u. Goeze, 1778)

Ohne deutschen Namen

Gattung: Oxyopes

Familie: Luchsspinnen (Oxyopidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Der Körper hat bei beiden Geschlechern eine rotbraune bis dunkelbraune Grundfarbe mit hellen Bändern und dunklen Flecken die in ihrer Ausdehnung und Sichtbarkeit variiren können. Der Vorderkörper läuft an der Stirn spitz zu und auf der Oberseite befindet sich ein breites helles Band in Herzform. Der Hinterkörper ist schlank und wird zum Ende hin schmaler. An den gefleckten Beinen befinden sich lange dünne Dornen. Weibchen werden zwischen 6 und 10 mm groß, Männchen etwa 6 mm.

Reifezeit

Ausgewachsene Männchen kann man von Mai bis Juni finden, ausgewachsene Weibchen bis in den August hinein.

Verbreitung

Nord- und Mitteleuropa.

Habitat

Warme, sonnige und trockene Gebiete, vor allem in Heiden aber auch an Rändern von Kieferwäldern, Kalktrockenrasen und in verbuschten, trocken Stellen in Mooren.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von kleinen Insekten die sie aktiv jagt. Sie ist tagaktiv und jagt überwiegend in der niedrigen Vegetation, nur selten auf dem Boden. Dabei schleicht sie sich nah an die Beute heran und erbeutet diese durch einen kleinen Sprung.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen baut im Sommer nach der Paarung einen kleinen weißen Kokon zwischen dünnen Ästen in der Vegetation und bewacht diesen. Im Juli/August schlüpfen die Jungtiere, häuten sich mehrmals und überwintern. Nach etwa zwei Jahren werden die Jungtiere geschlechtsreif.

Gefährdung und Schutz

Oxyopes ramosus ist in der Roten Liste von Deutschland als gefährdet (3), in der Roten Liste von Brandenburg ist sie als stark gefährdet (2) und in der Roten Liste von Berlin als ausgestorben oder verschollen (0) eingetragen.

Besonderheiten

In Mitteleuropa gibt es aus dieser Familie nur drei Arten: Oxyopes ramosus, Oxyopes heterophthalmus und Oxyopes lineatus.

Verwechslungsgefahr

Oxyopes ramosus kann vor allem mit Oxyopes heterophthalmus verwechselt werden und von dieser anhand von Fotos nicht unterschieden werden. Oxyopes heterophthalmus wurde in Deutschland bisher aber nur an wenigen Orten nachgewiesen.