Holzbock, Zecke

Ixodes ricinus (Linné, 1758)

Gattung: Ixodes

Familie: Schildzecken (Ixodidae)

Unterordnung: Zecken (Ixodida)

Ordnung: Milben (Acarii)


Kennzeichen

Das Weibchen hat ein dunkles Rückenschild, der restliche Körper ist rötlich-braun. Beim Männchen reicht dieses Rückenschild über den ganzen Körper. Weibchen werden zwischen 3 und 4 mm groß, Männchen etwa 2,5 mm.

Reifezeit

Erwachsene Tiere sind beinahe das ganze Jahr über zu finden, besonders aber im Frühling und Spätsommer.

Habitat

Wälder, Feucht- und Trockenwiesen, vor allem in der Strauch- und Krautschicht.

Ernährung

Das Weibchen ernährt sich saugend vom Blut verschiedener Säugetiere wie Rehe, Wildschweine, Hunde und auch von Menschen. Dieses Saugen kann sich über ein bis zwei Wochen hinziehen. Ausgewachsene Männchen nehmen keine Nahrung mehr zu sich. Sowohl Imagines als auch Nymphen sind in der Lage, Hungerperioden von über einem Jahr zu überleben.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Männchen sucht auf Wirten nach einem Weibchen das gerade Blut saugt um sich dort mit ihr zu Paaren. Sobald das Weibchen mit dem Saugen aufgehört hat, sucht es sich einen geeigneten Ort am Boden wo es zwischen 1.500 und 3.000 Eier in einem Gelege ablegt. Die Entwicklung zum erwachsenen Tier dauert ein bis zwei Jahre.

Gefährdung und Schutz

Der Holzbock gilt zur Zeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Der Holzbock ist Überträger der für den Menschen gefährlichen Lyme-Borreliose und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Verwechslungsgefahr

Besonders das Weibchen kann wegen der auffälligen roten Färbung des Hinterkörpers kaum verwechselt werden.