Schafzecke, Frühjahrswaldzecke

Dermacentor marginatus (Sulzer, 1776)

Gattung: Buntzecken (Dermacentor)

Familie: Schildzecken (Ixodidae)

Unterordnung: Zecken (Ixodida)

Ordnung: Milben (Acarii)


Kennzeichen

Weibchen haben einen hell-dunklen, fleckig gezeichnetes Halsschild, der Hinterkörper ist unbedeckt dunkelrot bis braun. Beim Männchen reicht dieses Halsschild über den ganzen Körper. Sie werden zwischen 3,5 und 5 mm groß, im vollgesogenen Zustand können die Weibchen bis zu 15 mm groß werden.

Reifezeit

Erwachsene Tiere kann man vor allem im Frühling und Herbst finden.

Verbreitung

Ursprünglich vom Mittelmeergebiet bis nach Süddeutschland, breitet sich jedoch nach Norden hin aus.

Habitat

Sowohl warme, feuchte Gebiete wie auch Trockenrasen oder Waldränder.

Ernährung

Die erwachsenen Tiere ernähren sich saugend vom Blut von Schafen, Rindern und Pferden, gerne aber auch von anderen größeren Säugetieren wie Haasen oder Hunde. Gelegentlich werden auch Menschen befallen. Die Larven bevorzugen kleinere Säugetiere wie Maulwürfe oder Mäuse.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Entwicklung der Larven dauert ein bis zwei Jahre.

Gefährdung und Schutz

Die Schafzecke gilt zur Zeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Schafzecke überträgt Krankheiten wie das Q-Fieber, dass nach dem Infektionsschutzgesetzt meldepflichtig ist. Auch die Hasenpest (Tularämie), dass Rocky-Mountains-Fleckfieber, das sibirische Zeckenbissfieber, die Rinderanaplasmose und die Hundebabesiose können übertragen werden.

Verwechslungsgefahr

Aufgrund der markanten Zeichnung des Halsschildes ist sie unverwechselbar.