Goldaugen-Springspinne

Philaeus chrysops (Poda, 1761)

Gattung: Philaeus

Familie: Springspinnen (Salticidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Männchen haben einen schwarzen Vorderkörper und einen roten oder orangenHinterkörper mit einem schwarzen Fleck in der Mitte. Dieser Fleck kann in der Größe stark variiren. Zwischen den Augen und im hinteren Teil des Vorderkörpers sind weiße Haarflecken. Die beiden vorderen Beinepaare sind rot oder orange-gelb und schwarz, die hinteren Beinpaare schwarz mit einzelnen roten Haaren.


Weibchen haben einen schwarzen-braunen Vorderkörper und einen braunen Hinterkörper. Auf dem Hinterkörper ist eine stark variable Zeichnung aus zwei hellen Streifen die sehr dünn oder auch sehr breit und fleckig sein können. Unter dem vorderen Augenpaar ist eine weiße Haarbinde, oft auch eine rötliche.
Beide Geschlechter werden zwischen 7 bis 12 mm groß und damit zählt sie damit zu den größten einheimischen Springspinnen.

Reifezeit

Ausgewachsene Tiere kann man von April bis Juli finden.

Verbreitung

Europa außer im hohen Norden,

Habitat

Warme, lockere Stein- und Geröllhalden, Trockenrasen, lockere Gebüsche, Mauern, Sandgebiete.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von anderen Insekten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Zur Balz im Frühling hebt das Männchen die vorderen Beine hoch und versucht so das Weibchen zu beeindrucken. Nach der Paarung legt das Weibchen einen Eikokon in ihren Gespinststack der sich meist zwischen Steinritzen befindet.

Gefährdung und Schutz

Die Goldaugen-Springspinne ist in der Roten Liste von Deutschland als vom Aussterben bedroht (1) eingetragen und als einzige Springspinnenart nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Männchen tragen gelegentlich Scheinkämpfe aus bei denen sie sich jedoch nicht berühren sondern nur gegenseitig imponieren.
Bei schlechtem Wetter halten sie die Tiere in einem Gespinstsack auf, der meist zwischen Steinen angelegt ist.

Verwechslungsgefahr

Trotz der großen Variationen in der Musterung ist diese Springspinne aufgrund ihrer Größe unverwechselbar. Lediglich sehr kleine Weibchen oder weibliche Jungtiere könnten mit anderen Springspinnen verwechselt werden.