Pellenes nigrociliatus (Simon, 1875)

Ohne deutschen Namen

Gattung: Pellenes

Familie: Springspinnen (Salticidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Der Körper ist schwarz mit deutlichen weißen Strichen, Punkten und Bändern. Die Vorderbeine der Weibchen sind weiß behaart, die der Männchen sind rotbraun bis braun. Die Querbinde unter den Frontalaugen ist bei den Männchen etwas dünner als bei den Weibchen. Weibchen werden zwischen 4,5 und 6 mm groß, Männchen zwischen 4 und 5 mm.

Reifezeit

Ausgewachsene Tiere kann man von Mai bis Juli finden.

Verbreitung

Europa, Asien, Nordafrika.

Habitat

Warme, trockene Gebiete wie Heiden, Trockenrasen oder Sanddünen.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von Insekten die sie aktiv sucht und durch einen Sprung erbeutet. Dabei befestigt sie vor einem Sprung immer einen Sicherheitsfaden an der Vegetation.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen sucht sich im Frühsommer ein leeres Schneckenhaus und befestigt dieses mit ihrer Spinnseide knapp über dem Boden an Ästen oder Pflanzen. Gelegentlich nutzt es auch trockene Blätter. Dort baut sie eine Wohnröhre und legt die Eier ab. Nach dem Schlüpfen der Jungtiere bleibt sie bis nach der zweiten Häutung bei ihrem Nachwuchs. Erst dann erreichen die Jungtiere ihre volle Sehfähigkeit. Auch die Überwinterung findet in einem Schneckenhaus statt.

Gefährdung und Schutz

Pellenes nigrociliatus ist in der Roten Liste von Deutschland als stark gefährdet (2) eingetragen.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere ähnlich aussehende Springspinnen wie z. B. die Zebraspringspinne (Salticus scenicus) mit denen Pellenes nigrociliatus leicht verwechselt werden kann.