Sektorspinne

Zygiella x-notata (Clerck, 1757)

Gattung: Zygiella

Familie: Echte Radnetzspinnen (Araneidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Der Vorderkörper ist gelbbraun mit einem dunklen Mittelstreifen, der Hinterkörper ist hellgrau mit einer schwarz umrandeten Blattzeichnung. Die Beine sind braun und schwarz geringelt. Weibchen werden zwischen 7 und 11 mm groß, Männchen zwischen 4 und 7 mm.

Reifezeit

Ausgewachsene Tiere kann man von Juli bis Oktober finden, Weibchen auch bis in den Dezember hinein.

Verbreitung

Mitteleuropa, nach Osten hin seltener.

Habitat

Fast ausschließlich in Siedlungsbereichen, dort an Gebäuden, an Zäunen, Straßenlampen oder an Holzsstapeln.

Ernährung

Das Fangnetz wird vorzugsweise in Nischen oder Winkel gebaut. Tagsüber hält sie sich in einem Schlupfwinkel, der z. B. in einem kleinen Loch in einer Mauer sein kann, auf. Von diesem Schlupfwinkel verläuft ein Signalfaden, der bis zum Netzzentrum reicht. An beiden Seiten dieses Signalfadens sind stellenweise keine Fangfäden in das Netz eingebaut. Jungtiere bauen jedoch ganz normale Radnetze. Fliegt Beute in ihr Netz, spürt sie durch den Signalfaden die Erschütterung und läuft an ihm entlang bis zur Netzmitte. Von dort aus läuft sie weiter bis zur Beute, die sie durch einen Biss in den Thoraxbereich schwächt. Sobald die Fluchtbewegungen der Beute schwächer werden, wickelt die diese mit Spinnseide ein und schleppt an einem Faden gesichert zum Schlupfwinkel.

Fortpflanzung und Entwicklung

Zur Paarung spannt das Männchen einen Werbe- und Begattungsfaden an das Netz des Weibchens und macht mit ihm durch Zupfen auf sich aufmerksam. Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier in vier bis fünf gelblich gefärbten Kokons ab. Die Jungspinnen schlüpfen im Frühling des nächsten Jahres.

Gefährdung und Schutz

Die Sektorspinne gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Bei sehr starken Erschütterungen des Netzes lässt sie sich an einem Faden gesichert fallen.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere sehr ähnlich aussehende Arten.