Körbchenspinne

Agalenatea redii (Scopoli, 1763)

Gattung: Agalenatea

Familie: Echte Radnetzspinnen (Araneidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Der Vorderkörper ist bei beiden Geschlechtern einfarbig beige-braun und stark behaart. Der Hinterkörper hat eine helle Grundfarbe mit variabler heller und dunkler Zeichnung, am vorderen Rand befindet sich meist eine helle V-förmige Zeichnung. Manchmal befindet sich in der Mitte ein mehrmals unterbrochenes dunkles Band mit mehreren Querbändern. Gelegentlich können am vorderen Teil des Hinterkörpers zwei große weiße Flecken sein. Die Beine sind hell und dunkle geringelt. Männchen werden zwischen 3,5 und 5,5 mm groß, Weibchen zwischen 7 und 8 mm.

Reifezeit

Ausgewachsene Tiere kann man ab April finden.

Verbreitung

Ganz Europa, Irland und weite Teile Afrikas.

Habitat

Ausschließlich warme, trockene Habitate wie Sandtrocken- und Halbtrockenwiesen sowie Zwergstrauchheiden.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von kleinen Insekten. Dafür baut sie ein Netz zwischen vertrockneten Gräsern und anderen Pflanzen aus dem Vorjahr, wodurch sie auch bestens getarnt ist. Neben dem Netz befindet sich immer eine nach oben offene Sitzwarte.

Gefährdung und Schutz

Die Körbchenspinne ist in der Roten Liste von Berlin, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern als gefährdet (3) eingestuft.

Besonderheiten

Sie ist die einzige Art aus der Gattung Agalenatea in Mitteleuropa und gilt als Zeigeart für Zwergstrauchheiden.

Verwechslungsgefahr

Bei genauer Betrachtung der Zeichung und Beachtung der Größe kann sie trotz der variablen Zeichung kaum mit anderen Spinnen verwechselt werden.