Eichblatt-Radspinne, Eichblatt-Kreuzspinne


Aculepeira aculeata (Walckenaer, 1802);

Synonym: Aculepeira ceropegia

Gattung: Aculepeira

Familie: Echte Radnetzspinnen (Araneidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Bei den Weibchen (Bild 1) ist der Vorderkörper braun mit langen hellen Haaren. Auf dem großen, nach hinten verschmältertem Hinterkörper befindet sich ein charakteristisches Muster, dass einem Eichblatt sehr ähnlich ist, mit einem unregelmäßigen Muster aus gelben, schwarz umrandeten Flecken. Bei den Männchen (Bild 2)  ist der Vorderkörper ebenfalls braun jedoch kaum behaart. Die Taster sind kolbenförmig. Der kleine Hinterkörper zeigt das gleiche Eichblatt-Muster wie bei den Weibchen, der Rest des Hinterkörpers ist jedoch braun. Bei beiden Geschlechtern sind die Beine schwarz und gelblich geringelt. Die Weibchen werden zwischen 9 und 14 mm groß, die Männchen zwischen 7 und 8 mm.

Reifezeit

Ausgewachsene Tiere kann man von Mai bis Juli finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Trocken- und Feuchtwiesen, sonnige Waldränder, Hecken, Gärten, Brachen.

Ernährung

Das Fangnetz wird stets in Bodennähe zwischen der Krautschicht gebaut und trägt eine dichte, filzige Nabe. Eine schüsselförmige, nach oben offene Sitzwarte befindet sich meist dicht daneben.

Gefährdung und Schutz

Die Eichblatt-Radspinne gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Sie ist sehr störanfällig und lässt sich bei der geringsten Störung sofort auf den Boden fallen und verstckt sich dann im Gestrüpp. Mit Hilfe eines Sicherheitsfadens findet sie aber später wieder zu ihrem Netz zurück.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere recht ähnliche Arten wie z. B. die Heideradspinne (Neoscona adianta) oder Aculepeira armida. Bei genauerer Betrachtung des Musters auf dem Hinterkörper ist eine Verwechslung aber nahezu ausgeschlossen.