Fettspinne

Steatoda bipunctata (Linnaeus, 1758)

Gattung: Steatoda

Familie: Kugelspinnen (Theridiidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Der Körper ist rötlich bis braun und erscheint fettglänzend. Auf dem HInterkörper befinden sich zwei helle Flecken die sich bis zur Geschlechtsreife in zwei helle Streifen entwickeln. Außerdem befindet sich ein heller Streifen an den Seiten und der Vorderkante des Hinterkörpers. Die Beine sind undeutlich hell und dunkel geringelt. Sie kann bis zu 8 mm groß werden.

Reifezeit

Ausgewachsene Weibchen kann man das ganze Jahr über finden, die Männchen von Mitte Juni bis Mitte November.

Verbreitung

Europa.

Habitat

Hauptsächlich an und in Gebäuden.

Ernährung

Die kleinen Fangnetze, die meist in dunkle Ecken gebaut werden, erscheinen konfus und besteht aus einigen Spannseilen zwischen denen scheinbar wahllos weitere Spinnfäden gebaut werden. Alarmfäden laufen durch das Netz bis zum Schlupfwinkel. Landet Beute im Netz, kommt die überwiegend nachtaktive Spinne aus ihrem Schlupfwinkel und wickelt sie ein ohne sie zu betäuben. Diese wird dann in Etappen ausgesaugt und die Reste später aus dem Netz entfernt.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Männchen läuft auf der Suche nach einem Weibchen oft tagelang umher. Hat es ein Weibchen gefunden, spannt es sogenannte Kommunikationsfäden in ihr Netz ein, wobei es deutlich an Gewicht verliert. Mit Stridulationsorgane erzeugt es nun auch für den Menschen sehr schwach hörbare Geräusche. Ist das Weibchen paarungswillig, antwortet es mit Wippen und Trommeln. Die Balz kann insgesamt mehrere Tage bis Wochen dauern. Nach der Paarung bleibt das Männchen im Netz des Weibchens, lebt einige Zeit mit ihr im Schlupfwinkel und erhält Anteile von der Beute. Dabei behält das Weibchen aber immer den Platz an den Signalfäden. Gelegentlich paart sich das Weibchen danach noch mit einem zweiten Männchen, es bleibt aber immer nur eines im Netz.

Gefährdung und Schutz

Die Fettspinne gilt zur Zeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Sie ist überwiegend nachtaktiv sitzt aber gelegentlich auch am Tage in ihrem Netz. Bei einer Störung flüchtet sie sofort in ihren Schlupfwinkel der meist in einer Mauerritze oder ähnlichen kleinen Löchern ist.


Befinden sich mehrere Weibchen an einem geeigneten Platz für ein Netz werden die Nachbarinnen geduldet. Dabei behält jedoch das größte Weibchen die beste Stelle und die schwächeren Weibchen suchen sich dann oft einen anderen Platz für ihr Netz.


Die Fettspinne kann gemessen an ihrerer Körpergröße sehr große Mengen Wasser an Tautropfen oder Kondenswasser aufnehmen wodurch sie auch längere Trockenperioden gut übersteht.

Verwechslungsgefahr

Die Fettspinnen kann vor allem mit Steatoda castanea verwechselt werden, die den gleichen Lebensraum und eine sehr ähnliche Zeichnung hat.