Braunweiße Kugelspinne, Braune Kugelspinne

Phylloneta impressa (Koch, 1881)

Gattung: Phylloneta

Familie: Kugelspinnen (Theridiidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Der Vorderkörper ist gelbbraun mit einiem dunklen Mittelstreifen der zu den Augen hin breiter wird. An den Rändern ist ein dunkler brauner Strich. Der Hinterkörper ist hell mit einem meist rötlichen Mittelstreifen und dunklen Längsstreifen die wiederrum von weißen Streifen unterbrochen werden. Beim Weibchen ist der Hinterkörper groß und kugelig, beim Männchen schmal und klein. Die hellbraunen Beine sind an den Gelenken braun. Weibchen werden zwischen 3,5 und 5,5 mm groß, Männchen zwischen 3,5 und 4 mm.

Reifezeit

Ausgewachsene Tiere kann man im Juli und August finden.

Verbreitung

Mittel- und Nordeuropa, Nordamerika, Asien.

Habitat

Offene, trockene Gebiete wie Heiden, Trockenrasen oder Brachen.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von anderen Insekten die sie in ihrem haubenförmigen Netzt fängt. Dazu nutzt sie mit im Netz versponnene klebrige Fangfäden. Sobald ein Insekt an einem der Fäden kleben bleibt, löst sich der Faden an einem Ende und das Tier hängt in der Luft. Durch Zappeln verfängt es sich an weiteren Fangfäden. Die Spinne krabbelt schnell zur Beute, wickelt sie weiter ein und lähmt das Opfer dann mit einem Giftbiss. Ers dann wird diese zum Schlupfwinkel getragen und verspeist.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Netz wird ungleichmäßig an Pflanzenspitzen gebaut und enthält einen Schlupfwinkel in dem sich die Tiere die meiste Zeit aufhalten. Das Weibchen baut in dem Schlupfwinkel einen türkisfarbenen Kokon in dem die Eier abgelegt werden. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungtiere erst im Netz der Mutter und werden von ihr mit einer speziellen Nährflüssigkeit von Mund zu Mund gefüttert. Dazu stimmulieren sie mit Berührungen die Nahrungsabgabe und saugen die Flüssigkeit auf. Nach der ersten Häutung werden sie nicht mehr direkt gefüttert, fressen aber zusammen mit der Mutter an der Beute mit. Später vertreibt die Mutter die Jungtiere aus ihrem Netz.

Gefährdung und Schutz

Die Braunweiße Kugelspinne gilt zur Zeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Sie ist eine der wenigen Spinnenarten die echte Brutpflege betreiben.

Verwechslungsgefahr

Die Braunweiße Kugelspinne ist von anderen Arten aus der Gattung anhand von Fotos nicht zu unterscheiden. Vor allem von Phylloneta sisyphia ist sie optisch nicht zu unterscheiden. Beide Arten kann man im gleichen Lebensraum finden, haben dieselbe Lebensweise und bauen sehr ähnlich aussehende Netze.