Gehöckerte Krabbenspinne, Gehörnte Krabbenspinne

Thomisus onustus (Walckenaer, 1805)

Gattung: Thomisus

Familie: Krabbenspinnen (Thomisidae)

Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Ordnung: Webspinnen (Araneae)


Kennzeichen

Das Weibchen kann weiß, gelb, rosa gefärbt sein. Auch eine Mischung der Farben ist möglich, dann meist mit einer fleckigen Zeichnung auf dem Hinterkörper.
Die Männchen sind immer bräunlich-gelb mit dunklen Beinen.  Bei beiden Geschlechtern befindtn sich je ein kleiner Höcker an den Vorderecken des Vorderkörpers und am hinteren Ende des Hinterkörpers. Sie haben acht Augen, vier sind nach vorne gerichtet und vier nach oben. Weibchen werden zwischen 7 und 10 mm groß, Männchen zwischen 2 und 4 mm.

Reifezeit

Ausgewachsene Tiere kann man von Mai bis August finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas, Nord- und Südafrika, Asien, jedoch im Norden nur lückenhaft vorkommend, im Mittelmeerraum dagegen häufiger anzutreffen.

Habitat

Trockenrasen, Brachen, Heiden, Gebiete mit spärlicher Vegetation.

Ernährung

Die Gehöckerte Krabbenspinne baut keine Netze sondern sie lauert ihrer Beute auf Blumen sitzend auf wobei die Farbe der Blüte meist der Farbe des Weibchens entspricht. Das Weibchen kann wie die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) ihre Körperfarbe der Farbe der Blüte anpassen. Dies scheint bei ihr jedoch immer mit einer weißen Zwischenphase zu erfolgen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Paarung findet um den Juni herum statt. Dabei steigt das Männchen von vorne auf das Weibchen und führt die beiden Begattungsorgane der Taster nacheinander ein.

Gefährdung und Schutz

Die Gehöckerte Krabbenspinne ist in der Roten Liste von Deutschland als gefährdet (3) und in der von Berlin und anderen Bundesländern als vom aussterben bedroht (1) eingestuft.

Verwechslungsgefahr

Aufgrund der markanten Höcker am Vorder- und Hinterkörper ist die Gehöckerte Krabbenspinne unverwechelbar.