Laichkraut-Zünsler, Seerosenzünsler

Elophila nymphaeata (Linnaeus, 1758)

Gattung: Elophila

Familie: Zünsler (Crambidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Die Flügel sind weiß und tragen ein charakteristisches Muster aus hellbraunen und dunkelbraunen Linien, Flecken und gezackten Binden die jedoch auch leicht variiren können. Am Flügelrand ist eine hellbraune Linie und der Rand selbst ist weiß. Männchen sind meist kräftiger gezeichnet als die Weibchen. Die Flügelspannweite beträgt 17 bis 28 mm.

Flug- und Raupenzeit

Die Falter kann man in zwei Generation von Juni Bis September finden. In wärmeren Gebieten kann es auch drei Generationen geben.

Verbreitung

Ganz Europa, Nordafrika, Nordchina, Japan.

Habitat

Hauptsächlich an keinen stehenden Gewässern wie Teiche oder kleine Tümpel.

Ernährung

Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener Wasserpflanzen wie z. B. dem Schwimmenden Laichkraut (Potamogeton natans), Wasser-Knöterich (Polygonum amphibium), von Seerosen (Nymphaea), dem Einfachem Igelkolben (Sparganium emersum) oder der Kleinen Wasserlinse (Lemna minor).

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Weibchen locken durch Pheromone die Männchen an. Dabei sitzen die Weibchen an Pflanzen in der Mitte eines Gewässers wärend die Männchen dicht über der Wasseroberfläche nach den Weibchen suchen. Die Paarung dauert etwa 30 Minuten und findet sitzend an der Pflanze statt. Am Nachmittag des nächsten Tages erfolgt die Eiablage. Dazu fliegt das Weibchen über das Wasser und legt die Eier dann auf die Blattunterseite von Laichkraut oder Seerosenblättern dicht unter der Wasseroberlfäche in Gelegen von fünf bis zu vierhundert Eiern ab. Kurz darauf stirbt das Weibchen. Etwa zehn Tage später schlüpfen die Raupen. Diese fressen entweder in den Blättern oder Stängeln (Minieren) oder direkt an den Blättern. Etwa vier Tage später bauen sie sich einen kleinen Köcher aus Blattstücken an der mit Wasser gefüllt ist und an der Unterseite der Blätter haftet. Die Atmung erfolgt in dieser Zeit über die Hautoberfläche der Raupen. Etwa 50 Tage nach dem Schlüpfen der Raupen verpuppen sie sich und nach weiteren 12 Tagen schlüpfen die erwachsenen Falter. Die Raupen der zweiten Generation brauchen für die gesamte Entwicklung aufgrund der geringeren Wassertemperatur mehr Zeit und überwintern in den Stängeln der Pflanzen.

Gefährdung und Schutz

Der Laichkraut-Zünsler gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Es gibt mehrere Unterarten die jedoch in Deutschland nicht nachgewiesen sind: Elophila nymphaeata nymphaeata, Teile Europas, Sibirien. Elophila nymphaeata hederalis (Amsel, 1935), Israel. Elophila nymphaeata silarigla (Speidel, 1984), Marokko, Algerien. Elophila nymphaeata auralis (Osterhelder, 1935), Türkei, Zypern, Iran, Nordafghanistan und Usbekistan. Elophila nymphaeata ezoensis (Yoshiyasu, 1985) Japan, Russischer Ferner Osten, Nordchina.

 

Der Falter ist dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber sitzten sie oft an Pflanzen der Ufervegetation wobei die Aktivitätszeit abhängig von der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur ist. Je feuchter die Luft ist, desto früher werden sie aktiv, bei Temperaturen unter 11°C wird er jedoch nicht aktiv.

Verwechslungsgefahr

Aufgrund der charakteristischen Zeichnung der Flügel ist der Laichkraut-Zünsler in Mitteleuropa unverwechselbar.