Eichenwickler

Tortrix viridana (Linnaeus, 1758)

Gattung: Tortrix

Familie: Wickler (Tortricidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Die Vorderflügel sind grasgrün bis blassgrün und am hinteren Ende spitz zulaufend. Die Flügelenden sind hell gefranst. Die Hinterflügel sind grau. Kopf, Fühler und Beine sind gelb bis beigefarben. Die Flügelspannweite beträgt 16 bis 24 mm.

Flug- und Raupenzeit

Die Falter kann man in einer bis zwei Generationen von Mai bis in den August finden.

Verbreitung

Europa, Sibirien, Nordafrika, Asien.

Habitat

In Laubmischwäldern mit Vorkommen der Eiche (Quercus).

Ernährung

Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von den Blättern der Eiche, gelegentlich aber auch von anderen Laubbäumen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen legt nach der Paarung etwa 60 Eier paarweise an die Zweige oder Blätter von Eichen abe, bevorzugt in den Baumkronen. Erst im Mai des nächsten Jahres schlüpfen die Larven und fressen zunächst an den jungen Knospen. Nach der dritten Häutung spinnen sie sich in ein Blatt ein und fressen es von innen her auf. Dann verpuppen sie sich in den Blattresten und nach etwa drei bis vier Wochen schlüpft der Falter.

Gefährdung und Schutz

Der Eichenwickler gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Es kann immer wieder zu Massenvermehrungen kommen bei dem die Raupen ganze Bäume kahlfressen. Dadurch werden die Eichen stark geschwächt und können, wenn weitere Faktoren dazukommen, absterben. Meist werden nachwachsende Blätter dann auch noch vom Eichenmehltau (Microsphaera alphitoides) befallen. Gesunde Eichen können aber auch einen Befall über mehrere Jahre überstehen. Daher gilt der Eichenwickler als Forstschädling. 

 

Der einzelne Falter hat eine Lebenserwartung von nur fünf bis zehn Tagen.

Verwechslungsgefahr

Der Eichenwickler kann vor allem mit der Weiden-Kahneule (Earias clorana) verwechselt werden. Dieser Falter hat aber deutliche helle Ränder an der Basis der Vorderflügel.