Pfaffenhütchen-Gespinstmotte

Yponomeuta cagnagella (Hübner, 1813)

Gattung: Yponomeuta

Familie: Gespinstmotten (Yponomeutidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Die Vorderflügel sind weiß mit unregelmäßig verteilten schwarzen Punkten und einem weißen gefranzten Rand. Die Hinterflügel sind grau-braun. Auch der Kopf und die Antennen sind weiß. Die Flügelspannweite beträgt 18 bis 24 mm.

 

Die Raupen sind gelbbraun mit einer doppelten dunklen Punktreihe auf dem Rücken.

Flug- und Raupenzeit

Der Falter fliegt von Juni bis Juli in einer Generation. Die Raupen findet man von Mai bis Juni.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Hauptsächlich in Gebieten mit kalkhaltigen Böden zu finden.

Ernährung

Die Raupen ernähren sich vom Gewöhnlichen Spindelstrauch (Euonymus europaeus), der im Volksmund auch Pfaffenhütchen genannt wird.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen legt nach der Paarung die Eier in Gruppen von 50 bis 100 Stück an die Zweige der Futterpflanze ab. Dort überwintern die Eier und im Mai des nächsten Jahres schlüpfen die Raupen. Diese leben gesellig in großen Gespinsten die auch ganze Büsche überziehen können. Die Raupen nagen an der Rinde der Zweige. Vier bis fünf Tage vor der Verpuppung stellen sie das Fressen ein. Die Verpuppung erfolgt in einem dichten weißen Gespinst. Die Weibchen werden erst ca. zwei Wochen nach dem Schlüpfen geschlechtreif. Die Falter fliegen selten weiter als 100 m vom Schlupfort weg.

Gefährdung und Schutz

Die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere ähnliche Arten die sich anhand von Fotos nur sehr schwer unterscheiden lassen.