Kiefernschwärmer, Tannenpfeil

Sphinx pinastri (Linnaeus, 1758)

Gattung: Sphinx

Familie: Schwärmer (Sphingidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Die Flügel sind dunkelbraun bis grau mit einem mehr oder weniger deutlich erkennbaren dunklen Bändern. Zwischen den Bändern befinden sich am Rand der Vorderflügel drei charakteristische kurze dunkle Längsstriche. Die Hinterflügel sind grau-braun. An den Seiten des Körper befindet sich je ein dunkles Band und am Hinterleib findet sich in der Mitte ein feiner dunkler Längsstrich. Die Flügelspannweite beträgt 70 bis 96 mm.


Die Raupen sind zuerst gelb, werden später aber grün oder braun. Nach der ersten Häutung findet man am Körper sechs helle Längslinien, nach späteren Häutung sind es nur noch drei Fleckenlinien. Am Kopf hat zwei dunkle Streifen. Das Analhorn und die Beine sind zuerst rötlich, später werden sie dunkel. Kurz vor der Verpuppung wird der Körper dunkel und bekommt einen öligen Glanz. Sie können bis zu 80 mm lang werden.

Flug- und Raupenzeit

Die Falter fliegen von Mai bis Juli in einer Generation, in wärmeren Gebieten auch in einer zweiten Generation im August. Die Raupen kann man von Juli bis September, in wärmeren Gebieten auch von Juni bis Juli finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas, Kleinasien bis nach Sibirien. Auch in den Rocky Mountains und im Osten der Vereinigten Staaten wurden sie gefunden. Es ist aber noch unklar ob sie dort eingeschleppt wurden oder ob es eine natürlich vorkommende Population ist.

Habitat

Heide- und Steppengebiete, Nadelwäldern, gemischte Kiefernwälder, aber auch Mischwäldern, Parks und Gärten, bis in eine Höhe von 2.000 m.

Ernährung

Die Falter saugen an stark duftenden Nektarpflanzen wie Heckenkirschen (Lonicera) oder Seifenkräuter (Saponaria). Die Raupen ernähren sich von den Nadeln verschiedenen Kiefernarten (Pinus).

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Paarung erfolgt in der Nacht und kann bis zum nächsten Morgen dauern. Dann bleibt das Paar miteinander verbunden bis zur nächsten Abenddämmerungn am Stamm sitzen. Nach der Trennung geht das Männchen oft auf die Suche nach einer weiteren Partnerin. Die Weibchen legt etwa 100 Eier einzeln auf junge Triebe der Futterpflanzen ab. Auf der Suche nach einem Platz zum Verpuppen verlassen die Raupen den Baum und suchen sich einen geeigneten Platz auf dem Boden oder unter Moos. Dort überwintern sie, oft auch ein zweites mal. Nach dem Schlüpfen entfernt sich das Weibchen selten mehr als ein paar Meter vom Schlupfort.

Gefährdung und Schutz

Der Kiefernschwärmer gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die nachtaktiven Falter sitzten tagsüber meist gut getarnt an den Stämmen älterer Kiefern. Nachts fliegen sie gerne Lichtquellen an.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere ähnliche Arten. Doch bei genauer Betrachtung ist eine Bestimmung gut möglich.