Mittleres Jungfernkind, Kleine Espen-Tageule, Pappel-Jungfernkind, Auen-Jungfernkind

Boudinotiana notha (Hübner, 1803)

Gattung: Boudinotiana

Familie: Spanner (Geometridae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Die Vorderflügel sind braun mit einem unregelmäßigen hellgrauen Muster aus Flecken und dünnen hellen und dunklen Linien. Die Hinterflügel sind gelblich mit dunklen Flecken an den Rändern. Bei den Weibchen ist am Rand zusätzlich ein heller Fleck. Die Flügelunterseiten sind hell grau-braun gemustert. Die Fühler der Männchen sind doppelt gekämmt, die der Weibchen sind fadenförmig. Weibchen haben eine Flügelspannweite von 27 bis 31 mm, Männchen zwischen 29 und 34 mm.

Flug- und Raupenzeit

Die Falter kann man in einer Generation von März bis April fliegen sehen, die Raupen kann kan zwischen Mai und Juli finden.

Verbreitung

Gemäßigte Zonen Europas bis nach Russland und Japan.

Habitat

Heidegebiete, Waldränder, lichte Wälder mit Vorkommen der Nahrungspflanzen der Raupen.

Ernährung

Die Falter saugen Nektar oder Baumsäfte, die Raupen ernähren sich von den Blättern von Birken (Betula), Espen (Populus tremula), Zitterpappeln (Populus tremula), oder Sal-Weiden (Salix caprea).

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Eier werden nach der Paarung von den Weibchen an die Futterpflanzen abgelegt. Die Raupen entwickeln sich in miteinander versponnenen Blättern und verpuppen sich in morschen Holz oder am Boden. Die Überwinterung erfolgt als Puppe, welche auch zwei oder drei Winter liegen kann.

Gefährdung und Schutz

Das Mittlere Jungfernkind ist in den Roten Listen der meisten Bundesländern als gefährdet (3) oder stark gefährdet (2) eingestuft. In Mecklenburg-Vorpommern ist es sogar vom Aussterben bedroht (1) und in Hamburg gilt es bereits als Ausgestorben (0).

Besonderheiten

Die Populationen in Russland und in Japan werden inzwischen als eigene Unterart geführt.

Verwechslungsgefahr

Man kann den Falter leicht mit dem Großen Jungfernkind (Archiearis parthenias) verwechweseln. Bei ihm sind die Flecken auf den Vorderflügeln nur gerinfügig anders bzw. fehlen, dass Männchen hat fadenförmige Fühler und das Weibchen ist deutlich größer.