Möndcheneule, Hellgraue Leinkraut-Kappeneule

Calophasia lunula (Hufnagel, 1766)

Gattung: Calophasia

Familie: Eulenfalter (Noctuidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Die Vorderflügel zeigen ein unregelmäßiges Muster aus hellen, grauen und schwarzen Bändern und Flecken. Die Fransen am Flügelrand sind abwechselnd weiß und braun gefärbt. Die Hinterflügel sind dunkelbraun mit weißen Fransen. Auf dem Kopf und der Brust befinden sich nach oben abstehende Haarbüschel. Die Flügelspannweite beträgt 26 bis 32 mm.

Flug- und Raupenzeit

Den Falter kann man in zwei bis drei Generationen zwischen April und September finden, die Raupen etwa zwischen Mai und September.

Verbreitung

Mittel- und Südeuropa, Russland, Zentralasien, in Nordamerika wurde sie zur Bekämpfung von Leinkraut (Linaria) eingeführt.

Habitat

Heidegebiete, Ödland, warme Hänge.

Ernährung

Die Falter saugen Nektar an verschiedenen Blütenplanzen. Die Raupen ernähren sich von den Blättern und Stängeln von Leinkraut (Linaria).

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen legt nach der Paarung bis zu 400 gelbliche Eier einzeln oder in kleinen Gruppen an die Blattunterseite der Nahrungspflanzen ab. Die daraus schlüpfenden Raupen entwickeln sich an den Nahrungspflanzen und verpuppen sich in einem Kokon am Boden. Die Puppe überwintert, gelegentlich überwintert aber auch die Raupe.

Gefährdung und Schutz

Die Möndcheneule gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Falter sind überwiegend dämmerungsaktiv.

Verwechslungsgefahr

Man kann die Möndcheneule leicht mit Calophasia hamiferaii verwechseln, dessen Flügel haben jedoch eine dunklere und kontrasärmere Zeichnung.