Ampfereule, Ampfer-Rindeneule

Acronicta rumicis (Linnaeus, 1758)

Gattung: Acronicta

Familie: Eulenfalter (Noctuidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Die Vorderflügel haben eine dunkelbraune Grundfarbe, oft mit einer oliven Beimischung und einem Muster aus hellen und dunklen Querbändern und Flecken sowie einem Ringmakel. Die Flügelränder sind hell und dunkel gemustert. Besonders auffällig ist ein weißes gewinkeltes Band in der Mitte der Vorderflügel, dass bei geschlossenen Flügeln wie ein "W" erscheint. Die Hinterflügel sind hellbraun bis hellgrau mit einer breiten schwarzen Binden. Gelegentlich sind die Hinterflügel auch komplett dunkel. Er hat eine Flügelspannweite von 34 bis 40 mm.

Flug- und Raupenzeit

Den Falter kann man in zwei (machmal auch drei) Generationen von April bis September finden, die Raupen von Mai und Oktober.

Verbreitung

Europa außer im hohen Norden, Nordwestafrika, Kleinasien, bis in eine Höhe von 1.500 m.

Habitat

Lichte Wälder, Waldränder, Lichtungen, gebüschreiche Wiesen, Gärten, Parkanlagen.

Ernährung

Die Raupen ernähren sich von vielen verschiedenen Pflanzen wie z. B. Brennnesseln (Urtica), Ampfer (Rumex), Hauhechel (Ononis), Heidelbeere (Vaccinium), Löwenzahn (Taraxacum) oder Rosen (Rosa).

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Raupen werden bis zu 38 mm lang und entwickeln sich an den Futterpflanzen. Sie sind sowohl tag- als auch nachtaktiv. Zum verpuppen wandern sie in den Boden wo sie als Puppe überwintern.

Gefährdung und Schutz

Die Ampfereule gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Der Falter ist nachtaktiv und ruht tagsüber meist an Bäumen.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere sehr ähnlich aussehende Arten. Besondere Verwechslungsgefahrt besteht mit der Wolfsmilch-Rindeneule (Acronicta euphorbiae) und der Sandheiden-Rindeneule (Acronicta cinerea).