Trauermantel

Nymphalis antiopa (Linnaeus, 1758)

Gattung: Nymphalis

Unterfamilie: Fleckenfalter (Nymphalinae)

Familie: Edelfalter (Nymphalidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

 

Die Flügeloberseite ist dunkelbraunviolett mit einem hellen, leicht gezackten Rand, über dem sich zahlreiche, aneinandergereihte blaue Flecken befinden. Die Flügelunterseite ist dunkelbraun bis schwarz mit feinen, etwas helleren Flecken. Der helle Rand der Oberseite ist auch auf der Unterseite zu sehen, jedoch mit dunklen Flecken, die blauen Flecken sind dort nicht zu sehen. Die Flügelspannweite beträgt 55 bis 75 mm.

 

 

Die schwarzen Raupen werden bis zu 55 mm lang. Sie haben eine feine weiße Punktierung, lange schwarze Dornen am ganzen Körper und auf dem Rücken charakteristische rote Flecken.

Flug- und Raupenzeit

Die Falter fliegen von Juli bis etwa September, überwintern und fliegen dann wieder von April bis Juni. Die Raupen kann man im Juni und Juli finden.

Verbreitung

Ganz Europa bis nach Japen, weite Teile Nordamerikas, bis in eine Höhe von 2.000 m.

Habitat

Lichte, feuchte Laubwälder, Obstgärten und Alleen.

Ernährung

Die Falter saugen überwiegend an austretenden Baumsäften oder faulenden Früchten, selten auch an Blüten. Die Raupen ernähren sich von Birken, Ulmen und Weiden wie z. B. die Sal-Weide.

Fortpflanzung und Entwicklung

 

Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier in Gruppen von 100 bis 200 Stück ringförmig an dünne Zweige der Futterpflanzen ab. Die Raupen leben gesellig und fressen systematisch einen Zweig nach dem anderen ab. Die Verpuppung findet an Felsen, Mauern oder Sträuchern statt. Auf der Suche nach einem geeigneten Platz dafür können die Raupen weite Strecken zurücklegen.

 

Gefährdung und Schutz

Der Trauermantel ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt und steht in der Roten Liste auf der Vorwarnstufe (V).

Besonderheiten

 

Die Raupen werden oft von Schlupfwespen befallen (Parasitiert).

 

Verwechslungsgefahr

 

Der Trauermantel kann nicht mit anderen Schmetterlingen verwechselt werden.