Weißbindiges Wiesenvögelchen, Perlgrasfalter

Coenonympha arcania (Linnaeus, 1761)

Gattung: Coenonympha

Unterfamilie: Augenfalter (Satyrinae)

Familie: Edelfalter (Nymphalidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Die Flügeloberseite ist orangebraun bis ockerfarben mit einem dunklen Rand. Auf der Unterseite der grau-braunen Hinterflügel befindet sich ein breites gezacktes weißes Band und fünf bis sechs Augenmale, auf der Unterseite der orangen Vorderflügel befindet sich ebenfalls ein weißes Band das sehr dünn ist und teilweise nur schwach ausgeprägt sowie ein bis zwei Augenflecke. Er hat eine Flügelspannweite von 28 bis 35 mm.

Flug- und Raupenzeit

Der Falter fliegt in einer Generation von Mai bis Mitte August.

Verbreitung

Weite Teile Europas, Asien, bis in eine Höhe von 1.800 m.

Habitat

Lichte Wälder, Waldränder, gebüschreiche Trockenrasen.

Ernährung

Der Falter ernährt sich von Nektar verschiedener Pflanzen, die Raupen ernähren sich von Süßgräsern (Poaceae), vor allem vom Gemeinen Schwingel (Festuca ovina) oder Wolligem Honiggras (Holcus lanatus).

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier einzeln an die Futterpflanzen ab. Die grünen Raupen überwintern und setzen ihre Entwicklung im nächsten Frühling fort.

Gefährdung und Schutz

Das Weißbindige Wiesenvögelchen ist in der Roten Liste von Deutschland auf der Vorwarnliste (V) eingetragen und nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Tagsüber sitzen die Falter gerne mit geschlossenen Flügeln an sonnigen Stellen wobei sie ihre Flügel immer zur Sonne ausrichten.

Verwechslungsgefahr

Das Weißbindige Wiesenvögelchen kann auf den ersten Blick mit anderen Wiesenvögelchen verwechselt werden. Doch bei genauer Betrachtung der Flügelzeichnung ist eine Bestimmung einfach.