Kleiner Schillerfalter

Apatura ilia (Denis & Schiffermüller, 1775)

Gattung: Apatura

Unterfamilie: Schillerfalter (Apaturinae)

Familie: Edelfalter (Nymphalidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Die Flügelobersteite ist braunschwarz, beim Männchen schillert sie, wenn man in einem bestimmten Winkel draufschauen kann, leuchtend blau. Es können auch rot-schillernde Formen vorkommen. Die Flügelunterseite hat eine verwaschene bräunliche Zeichnung. Die Flügelspannweite beträgt 55 bis 60 mm.

Flug- und Raupenzeit

Den Falter kann man von Mai bis Juni fliegen sehen. Gelegentlich gibt es von Juli bis August eine zweite Generation.

Verbreitung

Von Nordportugal bis nach Littauen und Griechenland, bis zu einer Höhe von 1.300 m. Er fehlt in Norddeutschland, Polen und Großbritannien.

Habitat

Wegränder, Laubwälder, bewaldete Flusstäler, besonders dort wo die Silberweide vorkommt.

Ernährung

Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Blättern von verschienen Pappel- und Weidenarten. Die Falter kann man oft an Pfützen oder auf Kot anfinden, wo sie Mineralien aufnehmen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach der Paarung legt das Weibchen die bräunlichen Eier an die Blattoberseite der Futterpflanze ab. Schon nach kurzer Zeit nehmen sie eine grüne Färbung an. Auch die Raupen sind grün, nehmen aber kurz vor der Überwinterung eine graue Färbung an. Sie überwintern in Spalten von Baumstämmen und sind somit bestens getarnt.

Gefährdung und Schutz

Der Kleine Schillerfalter ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt und ist auf der Roten Liste als gefährdet (3) eingetragen.

Verwechslungsgefahr

Er kann leicht mit dem Großen Schillerfalter (Apatura iris) verwechselt werden.