Brauner Feuerfalter, Schwefelvögelchen

Lycaena tityrus (Poda, 1761)

Gattung: Lycaena

Familie: Bläulinge (Lycaenidae)

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)


Kennzeichen

Bei den Männchen ist die Flügeloberseite dunkelbraun mit einem schwachen blaugrünen Schimmer. An den Flügelrändern befindet sich eine weiße Fransenbinde. Die Vorderflügel der Weibchen sind an der Oberseite orange mit schwarzen Flecken, die Hinterflügel auf der Oberseite sind braun mit einer Randbinde aus orangen Flecken. Die Unterseiten der Flügel sind gelbbraun und mit schwarzen Flecken sowie orangen Randflecken. Insgesamt ist die Flügelunterseite der Weibchen farbenfroher. Die Flügelspannweite beträgt 23 bis 30 mm.

Flug- und Raupenzeit

Die Falter fliegen in zwei Generation von April bis September. In heißen, tieferen Lagen können auch mehr Generationen auftreten.

Verbreitung

Von Nord-Spanien bis nach Litauen, bis in einer Höhe von 2.500 m. Er kommt nicht in Großbritannien, Skandinavien und den Mittelmeerinseln (außer Sizilien und Samos) vor.

Habitat

Feuchtwiesen, Trockenrasen, feuchte Waldwiesen, Waldränder, und sandige Gebiete.

Ernährung

Die Falter saugen an verschiedenen Korbblütlern, die Raupen ernähren sich hauptsächlich vom Großen und Kleinen Sauerampfer.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Raupen überwintern an der Basis der Futterpflanzen.

Gefährdung und Schutz

Der Braune Feuerfalter ist wie aller Arten der Gattung Lycaena nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Der Name Schwefelvögelchen kommt von der schwefelgelben Färbung der Flügelunterseite die in der zweiten Generation ausgeprägter ist.

Verwechslungsgefahr

Der Braune Feuerfalter kann bei genauer Betrachtung der Augenmale und anhand der Färbung der Flügelunterseite von anderen Bläulingen unterschieden werden. Es gibt aber mehrere ähnlich aussehende Arten.