Gemeine Weidenjungfer, Weidenjungfer, Große Binsenjungfer

Chalcolestes viridis (Vander Linden, 1825)

Gattung: Chalcolestes

Familie: Teichjungfern (Lestidae)

Unterordnung:  Kleinlibellen (Zygoptera)

Ordnung: Libellen (Odonata)


Kennzeichen

Junge Libellen der Gemeinen Weidenjungfer sind zuerst grünmetallisch. Nach ein paar Tagen, wenn sie Geschlechtsreif werden, färben sie sich kupfer- bis bronzefarben. Auffallend ist das weiße Flügelmal, das bei älteren Tieren etwas nachdunkelt. Die Flügelspannweite beträgt 4 bis 5 cm, der Körper wird 5 bis 6 cm lang.

Flugzeit

Von Juli bis in den Oktober.

Verbreitung

Mittel-, West- und Südeuropa bis in eine Höhe von 400 m. Sie fehlt in Nord- und Osteuropa.

Habitat

Langsam fließende und stehende Gewässer mit Weiden, Erlen oder Pappeln am Ufer. Gerne auch an künstlich anglegten Teichen und Fischteichen.

Ernährung

Sie ernähren sich wie alle Libellen räuberisch von anderen Insekten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Eiablage erfolgt im Tandemflug, wobei die Weibchen die Eier bevorzugt in Weidenzweige welche über das Wasser ragen einstechen. Dort überwintern die Eier. Im Frühjahr schlüpfen sogenannte Prolaven, die weder Beine noch Mundwerzkeuge besitzen, und lassen sich in das Wasser fallen. Sie sind in der Lage, hüpfend zum Wasser zu gelangen falls sie auf Erde fallen. Im Wasser angekommen häuten sie sich sofort zur Larve um Nahrung zu sich zu nehmen. Die Entwicklung dauert etwa zwei bis drei Monate, dann schlüpfen die Libellen. Junge Libellen sind nach etwa zwölf Tagen Geschlechtsreif.

Gefährdung und Schutz

Wie alle Libellen ist auch die Gemeine Weidenjungfer nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere sehr ähnlich aussehende Libellen. Ein recht gutes Unterscheidungsmerkmal zu anderen Teichjungern ist das einfarbige Flügelmal.