Große Heidelibelle

Sympetrum striolatum (Charpentier, 1840)

Gattung: Heidelibellen (Sympetrum)

Familie: Segellibellen (Libellulidae)

Unterordnung:  Großlibellen (Anisoptera)

Ordnung: Libellen (Odonata)


Kennzeichen

Kurz nach dem Schlüpfen haben beide Geschlechter einen blassgrünen Hinterleib und eine hellrosa Brust. Die Augen sind dann oben noch braun, unten gelbgrün. Erst etwa zwei Wochen später werden sie ockerfarben.
Beim Männchen färbt sich der Körper rot, auf der Brust kann man an den Seiten helle Streifen erkennen. Beim Weibchen bleibt der Thorax blass, auf dem Hinterleib sind oben wenige rote Bereiche zu sehen. Bei kalten Temperaturen färbt sich der Hinterleib des Weibchen dunkelrot. Steigen die Temperaturen wieder, färbt sich der Hinterleib wieder heller. An der Stirn befindet sich bei beiden Geschlechtern ein schwarzer Streifen, der nicht nach unten gebogen ist. Die Beine sind schwarz mit hellen Längsstreifen. Die Flügelspannweite beträgt 5,5 bis 6,4 cm. Sie zählt zu den größten Heidelibellen in Deutschland.

Flugzeit

Von Juli bis Oktober.

Verbreitung

Europa, Nordafrika bis nach Westasien.

Habitat

Flache, warme Teiche oder mit Wasser gefüllten Sandgruben. Sie entfernt sich aber für die Jagd auch oft mehrere Kilometer vom Wasser. Dann kann man sie auch auf Wiesen, an Waldrändern, an Wegen oder Gärten finden.

Ernährung

Sie ernährt sich wie alle Libellen räuberisch von anderen Insekten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Männchen warten auf einem hohen Ausguck auf ein vorbeifliegendes Weibchen. Nach der Paarung trennt sich das Männchen vom Weibchen, welche die Eier durch Eintauchen mit dem Hinterleib in das Wasser abgegt. Dabei bewacht das Männchen das Weibchen. Einige Tage später ist das Weibchen wieder paarungsbereit und die beiden können sich erneut Paaren. Bei jeder Eiablage werden mehrere tausend Eier abgelegt. Die Entwicklung bis zur Larve dauert je nach Wassertempereratur und Jahreszeit 10 bis 60 Tage. Eier die erst im Herbst gelegt werden überwintern. Die Larven entwickeln sich zwischen Wasserpflanzen in geringer Tiefe. Dafür benöntigt sie 12 bis 15 Wochen.

Gefährdung und Schutz

Wie alle Libellen ist auch die Große Heidelibelle nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Zum Aufwärmen am Morgen richtet sie sich mit ihren Flügeln zur Sonne aus. Auch durch Zittern mit den Flügeln kann sie die Körpertemperatur erhöhen.
Es kommen mehrere Unterarten vor die hauptsächlich in Asien auftreten.

Verwechslungsgefahr

Die Große Heidelibelle kann vor allem mit der Gemeinen Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) und der Blutroten Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) verwechselt werden.