Blutrote Heidelibelle

Sympetrum sanguineum (Müller, 1764)

Gattung: Heidelibellen (Sympetrum)

Familie: Segellibellen (Libellulidae)

Unterordnung:  Großlibellen (Anisoptera)

Ordnung: Libellen (Odonata)


Kennzeichen

Beim Männchen ist der ganze Körper auffallend rot, beim Weibchen eher braun bis gelbrot mit einer schwarzen Zeichnung. Es kommen aber auch rotgefärbte Weibchen vor. Die Beine sind schwarz. Beim Männchen ist das hintere Drittel des Hinterleibes verbreitert. Die Unterkannte des Hinterleibes ist deutlich durchgehend schwarz. Die Hinterflügel sind an der Basis leicht gelb gefärbt. Die Flügelspannweite beträgt 5 bis 6 cm.

Flugzeit

Man kann sie zwischen Juli und Oktober fliegen sehen.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Kleine Stillgewässer wie Garten- oder Parkteiche.

Ernährung

Sie ernährt sich wie alle Libellen räuberisch von anderen Insekten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Paarung und Eiablage finden im Flug statt. Dabei fliegen sie in Tandemstellung in Ufernähe über das Wasser. Kurz darauf trennt sich das Männchen vom Weibchen, überwacht aber Eiablage des Weibchens und verjagd dabei andere Männchen. Das Weibchen legt durch wippende Bewegungen die Eier an der Wasseroberfläche ab. Die Eier überwintern im Wasser und im nächsten Frühling schlüpfen die Larven. Nach einem weiteren Jahr schlüpfen dann die Libellen.

Gefährdung und Schutz

Wie alle Libellen ist auch die Blutrote Heidelibelle nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Bei heißem Wetter streckt die Blutrote Heidelibelle oft ihren Hinterleib nach oben um so die einfallende Sonnenstrahlung zu vermindern. Das nennt man Obelisken-Haltung. Dieses Verhalten kann man auch bei anderen Segellibellen beobachten.

Verwechslungsgefahr

Die Blutrote Heidelibelle  kann vor allem mit der Gemeinen Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) und der Großen Heidelibelle (Sympetrum striolatum) verwechselt werden.