Kleiner Blaupfeil

Orthetrum coerulescens (Fabricius, 1798)

Gattung: Blaupfeile (Orthetrum)

Familie: Segellibellen (Libellulidae)

Unterordnung:  Großlibellen (Anisoptera)

Ordnung: Libellen (Odonata)


Kennzeichen

Jungtiere sind am gelb bis hellbraun gefärbt und an den Seiten der Brust sieht man einen leichten rosa Farbton. Auf dem Hinterleib befinden sich dunkle Linien. Die Flügel sind bei den Weibchen komplett, bei den Männchen an der Basis gelblich. Diese Färbung verblasst nach einigen Tagen und die Flügel werden durchsichtig. Dann färbt sich beim Männchen auch der ganze Körper. Zuerst wird der Hinterleib rosa dann blau, die Spitze ist nur wenig schwarz. Die Brust wird rotbraun und kann bei sehr alten Männchen blaue Streifen haben. Die Weibchen färben sich von gelb zu hellbraun bis olivbraun. An den Flügeln kann man fast immer einen kleinen Rest Gelb sehen. Die Flügelspannweite beträgt 5,2 bis 6,6 cm.

Flugzeit

Zwischen Juni und August.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Langsam fließende Gewässer wie Bäche, Gräben, machmal auch an Kiesgruben. Einen starker Pflanzenwuchs an den Rändern ist wichtig.

Ernährung

Sie ernähren sich wie alle Libellen räuberisch von anderen Insekten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach der kurzen Paarung trennt sich das Paarungsrad. Das Weibchen fliegt zum Wasser und streift die Eier an der Wasseroberfläche ab. Das Männchen begleitet sie dabei. Nach fünf bis sechs Wochen schlüpfen die Larven deren Entwicklungszeit etwa zwei Jahre dauert.

Gefährdung und Schutz

Wie alle Libellen ist auch der Kleine Blaupfeil nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Die Männchen sind sehr Standortreu und kehren nach jedem Flug zu ihrem einmal gewählten Ansitz zurück.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere ähnlich aussehende Arten.