Frühlingsmistkäfer

Trypocopris vernalis (Linnaeus, 1758), Synonym: Geotrupes vernalis

Gattung: Trypocopris

Familie: Mistkäfer (Geotrupidae)

Ordnung: Käfer (Coleoptera)


Kennzeichen

Der Körper hat einen metallischen blauen, seltener auch grünen oder schwarzen Glanz. Die Deckflügel sind nur sehr schwach Punktiert, der Halsschild in der Mitte der Basis gerandet. An den Schienen der Hinterbeine befinden sich zwei Querleisten. Er wird 12 bis 20 mm groß.

Flugzeit

Ausgewachsene Tiere kann man von März bis November finden, in sehr milden Wintern auch das ganze Jahr über.

Verbreitung

Europa außer im hohen Norden, Kleinasien, Westsibirien.

Habitat

Sie leben sowohl in Wäldern als auch in sandigen Gebieten.

Ernährung

Käfer und Larven ernähren sich von Kot und tragen damit zur Zersetzung von organischem Material in der Natur bei.

Fortpflanzung und Entwicklung

Weibchen und Männchen graben zusammen unter einem Kothaufen eine trichterförmige Grube von der mehrere waagerechte Gänge abzweigen und befüllen diese mit Kot. Erst dann findet die Paarung auf dem Grund der Grube statt. Dann wird ein weiterer Gang direkt vom Boden der Grube 20 bis 30cm tief nach unten gegraben der in einer Kammer mündet. In dieser Kammer formen sie eine etwa 4,5 cm große Kugel aus Kot und das Weibchen legt ein Ei darauf. Anschließend dichten sie die Kammer mit Sand und Lehm ab und der Hauptgang wird ebenfalls mit Kot befüllt. Nach dem Schlüpfen ernähren sich die Larven über 10 Monate von diesem Kot und verpuppen sich dann in der Erde.

Gefährdung und Schutz

Der Frühlingsmistkäfer gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

An der Küste der Nordseeinseln gibt es eine Unterart ( Trypocopris vernalis insularis) die oft eine dunkelviolette Färbung hat.

Verwechslungsgefahr

Man kann ihn leicht mit anderen Mistkäfern verwechseln. Die leuchtend blaue Färbung und die schwachen Punktreihen auf den Deckflügeln sind aber ein gutes Unterscheidungsmerkmal.