Breitmaulrüssler, Gefurchter Dickmaulrüssler

Otiorhynchus sulcatus (Fabricius, 1775)

Gattung: Dickmaulrüssler (Otiorhynchus)

Familie: Rüsselkäfer (Curculionidae)

Ordnung: Käfer (Coleoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist schwarz, auf den Deckflügeln befinden sich große tiefe Punktreihen und helle Flecken. Der Halsschild ist gekörnt. Er wird 8 bis 10,5 mm groß.

Flugzeit

Den Käfer kann man zwischen April und Oktober finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas, inzwischen aber beim Transport von Pflanzen in viele andere Länder und Regionen eingschleppt.

Habitat

Obstgärten, Baumschulen, Erdbeerfelder, Weinbaugebiete.

Ernährung

Käfer und Larven ernähren sich von Reben, Obstbäumen oder Zierpflanzen wobei die Käfer an den jungen Trieben fressen und die Larven an den Wurzeln.

Fortpflanzung und Entwicklung

Weibliche Käfer sind zur Jungfernzeugung (Parthenogenese) fähig und können sich so ohne Geschlechtspartner vermehren. Alle Nachkommen sind dann ebenfalls weiblich. Die Eier werden vom Weibchen einzeln oder in kleinen Gruppen in die Erde oder ganz unten an die Futterplanze gelegt. Zwei bis drei Wochen später schlüpfen die Larven. Sie verpuppen sich in einer kleinen Erdhöhle und der Käfer schlüpft dann etwa Ende Mai.

Gefährdung und Schutz

Der Breitmaulrüssler gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Käfer sind dämmerungs- und nachtaktiv, flugunfähig und Larven und Käfer gelten als Schädlling in der Landwirtschaft.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere ähnlich aussehende Arten.