Kleeluzerne-Rüssler, Luzerne-Dickmaulrüssler, Luzernerüssler

Otiorhynchus ligustici (Linnaeus, 1758)

Gattung: Otiorhynchus

Familie: Rüsselkäfer (Curculionidae)

Ordnung: Käfer (Coleoptera)


Kennzeichen

Der Körper hat ein eiförmiges Aussehen mit einer dunklen Grundfarbe. Die Deckflügel sind dicht und fein Punktiert und tragen helle Schuppen, die sich auch zu Bändern formen können. Der Halsschild ist an den Seiten gerundet, stark gekörnt und beschuppt. Der flache Rüssel ist ebenfalls dicht punktiert und hat eine deutliche Mittelrippe. An den Schenkeln befindet sich ein Zahn, die Schienen der Vorderbeine sind am Ende verbreitert. Insgesamt ist das Aussehen recht variabel. Er wird zwischen 9 und 12 mm groß.

Flugzeit

Ausgewachsene Käfer kann man von April bis etwa Anfang August finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas, Kaukasus, Kleinasien, in Nordamerika wurde er eingeschleppt.

Habitat

Wiesen, Felder, Weingärten, bis in eine Höhe von 2.000 m.

Ernährung

Ausgewachsene Käfer und die Larven ernähren sich von Wurzeln, die Käfer später auch von Blättern von verschiedenen Pflanzen wie z. B. Erdbeeren, Rüben, Klee oder Luzerne.

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach der Paarung legt das Weibchen zwischen 30 und 50 Eier in Gelegen in den Boden an den Futterpflanzen der Larven ab. Dort entwickeln sich die Larven, überwintern und im Sommer des nächsten Jahres verpuppen sie sich. Kurz darauf schlüpft der ausgewachsene Käfer, der aber noch bis zum Frühling des nächsten Jahres im Boden bleibt. Gelegentlich kann es vorkommen, dass sich die Entwicklung der Larven um ein weiteres Jahr verzögert. 

 

Die Weibchen sind für die Fortpflanzung nicht auf männliche Käfer angewiesen. Sie können sich durch Jungfernzeugung (Parthenogenese) fortpflanzen, bei der Nachkommen aus unbefruchteten Eiern entstehen.

Gefährdung und Schutz

Der Kleeluzerne-Rüssler gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Der Kleeluzerne-Rüssler kann an Kulturpflanzen als Schädling auftreten. Sie sind Nachtaktiv und verstecken sich tagsüber meist unter Steinen oder in der Krautschicht.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere sehr ähnlich aussehende Rüsselkäfer. Eine Bestimmung anhand von Fotos ist sehr schwierig.