Großer Brauner Rüsselkäfer, Fichtenrüsselkäfer

Hylobius abietis (Linné 1758)

Gattung: Hylobius

Familie: Rüsselkäfer (Curculionidae)

Ordnung: Käfer (Coleoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist dunkel grau-braun mit gelben Schuppen, die sich auch zu Querstreifen vereinigen können. Die Oberseite ist punktiert. Die Punkte auf den Deckflügeln können wie Längsrillen aussehen. Die Fühler sind in der Mitte leicht geknickt und am Ende keulenförmig verdickt. Die Beine sind schwarz oder rot. Sie werden 7,5 bis 13 mm groß.

Flugzeit

Den Käfer kann man ab Mitte April bis in den Herbst hinein finden.

Verbreitung

Europa, Asien.

Habitat

Nadel- und Mischwälder, bis in eine Höhe von 2.000 m.

Ernährung

Der Käfer und die Larven ernähren sich vom Holz von verschiedenen Nadelbäumen, vor allem aber von Kiefern. Dabei nagen die erwachsenen Käfer an der Rinde junger Nadelbäume und fressen dann Löcher hinein (Pockennarbenfraß).

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen legt nach der Paarung etwa 80 bis 150 Eier in die Rinde junger Nadelbäume. Dort entwickeln sich die beinlosen, weißen Larven und fressen sich durch die Bastschicht des Holzes. Die Larven verpuppen sich entweder noch im selben Jahr oder überwintern im Holz und die Verpuppung erfolgt erst im nächsten Frühling. Es sind auch zwei Überwinterungen der Larve möglich. Sobald die erwachsenen Käfer schlüpfen, nagen sich einen Gang ins Freie. Sie werden zwei bis drei Jahre alt und verbringen die folgenden Winter in geschützten Verstecken.

Gefährdung und Schutz

Der Fichtenrüsselkäfer gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Der Große Braune Rüsselkäfer gilt als Schädling, vor allem an jungen Nadelbäumen. Bei starkem Befall können diese absterben. Bei der geringsten Erschütterung lassen sich die Käfer vom Baum fallen und stellen sich tot.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere sehr ähnlich aussehende Rüsselkäfer. Bei genauer Betrachtung kann er jedoch kaum verwechselt werden.