Waldbock, Rollenschröter

Spondylis buprestoides (Linné, 1758)

Gattung: Spondylis

Familie: Bockkäfer (Cerambycidae)

Ordnung: Käfer (Coleoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist schwarz und stark punktiert. Die Oberkiefer sind sehr kräftig, die Fühler auffallend kurz und reichen so gerade bis an das Ende des seitlich gerundeten Halsschildes. Dieses ist breiter als lang und zeigt an beiden Enden einen gelben Haarsaum. Auf den Deckflügeln befinden sich je drei Längsrillen, die bei den Männchen stärker ausgeprägt sind als bei den Weibchen. Sie werden zwischen 12 und 24 mm groß.

Flugzeit

Ausgewachsene Käfer kann man zwischen Juni und September finden.

Verbreitung

Europa, Asien.

Habitat

Kiefernwälder, dort auf Lichtungen und in Schneisen.

Ernährung

Die Larven ernähren sich den dünnen Wurzeln von Kiefern oder anderer Nadelbäume, die erwachsenen Tiere nehmen keine Nahrung zu sich.

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 100 bis 150 Eier an die Wurzeln von Nadelholzsstümpfen. Dafür gräbt es sich zuerst in den Boden ein. Dort entwickeln sich die Larven über zwei bis drei Jahre. Der einzelne ausgewachsene Käfer lebt nur etwa drei Wochen.

Gefährdung und Schutz

Der Waldbock gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Der Waldbock gilt als ein Relikt aus der voreiszeitlichen Fauna.  Er ist dämmerungsaktiv, den Tag verbringt er versteckt unter der Rinde oder unter auf dem Boden liegenen Baumstämmen.

Verwechslungsgefahr

Aufgrund der für einen Bockkäfer ungewöhnlichen Körperform und der beiden gelben Haarbinden am Halsschild ist der Waldbock unverwechselbar.