Großer Pappelbock, Walzenbock

Saperda carcharias (Linnaeus, 1758)

Gattung: Saperda

Familie: Bockkäfer (Cerambycidae)

Ordnung: Käfer (Coleoptera)


Kennzeichen

Der Körper hat eine schwarze Grundfarbe mit einer dichten aber unregelmäßigen gelb-braunen oder grauen Behaarung. Diese Haare können mit der Zeit abwetzen sodass der Käfer sehr dunkel erscheint. Auf den Deckflügeln befindet sich im unteren Drittel eine Querbinde mit dichterer Behaarung. Die Spitzen der Deckflügel sind zu einem kleinen Dorn ausgezogen. Die Fühler sind hell-dunkel geringelt und beim Männchen länger als der Körper. Er wird zwischen 20 und 23 mm groß.

Flugzeit

Den Käfer kann man zwischen Juni und September finden.

Verbreitung

Mitteleuropa, Kaukaus, Sibirien, Nordchina.

Habitat

Wiesen, Wälder und Felder mit Vorkommen von Pappeln (Populus).

Ernährung

Ausgewachsene Käfer ernähren sich von den Blättern von Pappeln oder Weiden (Salix), die Larven ernähren sich vom Holz von Pappeln.

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach der Paarung nagt das Weibchen im Herbst an der Basis junger Bäume eine Querfurche in die Rinde in die sie jeweils ein Ei abglegt. Die Larven schlüpfen im nächsten Frühling und dringen während ihrer Entwicklung tief in das Holz ein. Dabei bleibt die Öffnung immer sichtbar und an frisch herausgeworfenen Nagespänen kann man den Befall erkennen. Nach zwei Jahren verpuppt sich die Larve unter der Rinde und wenige Wochen später schlüpft der ausgewachsene Käfer.

Gefährdung und Schutz

Der Große Pappelbock ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Durch das Aneinanderreiben der Hinterbeine können die Käfer zierpende Geräusche erzeugen.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere ähnlich aussehende Käfer. Durch die kleinen Dornen an den Spitzen der Deckflügeln ist Große Pappelbock aber gut zu erkennen.