Dichtpunktierter Walzenhalsbock

Opsilia coerulescens (Scopoli, 1763), ehemals: Phytoecia coerulescens

Gattung: Opsilia

Familie: Bockkäfer (Cerambycidae)

Ordnung: Käfer (Coleoptera)


Kennzeichen

Der längliche Körper hat eine dichte blass-graue bis türkisfarbene Behaarung, zwischen der vor allem am Vorderkörper einzelne längere schwarze Haare hervorstehen. Auf dem Halsschild bilden die dunklen Haare zwei breite Linien. Die Komplexaugen sind durch die Fühler in einen oberen und einen unteren Teil getrennt. Die Fühler selbst sind körperlang und er erreicht eine Körperlänge von 6 bis 15 mm.

Flugzeit

Man kann ihn zwischen Mai und Juli finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas, fehlt in Großbritannien, Dänemark und Skandinavien. In Nordafrika und im Osten bis nach Asien, in Australien wurde er zur Unkrautbekämpfung eingeführt.

Habitat

Wiesen, Wald- und Wegränder, Heiden, Steinbrüche und Flussauen.

Ernährung

Die Larve ernährt sich von verschiedenen krautigen Pflanzen wie z. B. Natternköpfe, Hundszungen, Ochsenzungen, Steinsamen oder Beinwell.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen legt die Eier nach der Paarung an der Basis der Futterpflanzen ab. Nach dem Schlüpfen frisst sich die Larve in das Innere des Stängels und wandert sowohl nach oben als auch zu den Wurzeln. Im Herbst zieht sie sich in die Wurzeln zurück und überwintert dort. Vorher nagt sie an der Basis des Stängels einen Ring, an dem die Pflanze bei Wind abknickt und do der Gang verstopft wird. Im Frühling des nächsten Jahres bohrt sich der ausgewachsene Käfer unterhalb der Abbruchstelle einen Ausgang.

Gefährdung und Schutz

Der Dichtpunktierte Walzenbock gilt zur Zeit als nicht gefährdet, ist aber wie alle Bockkäfer nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) in Deutschland besonders geschützt.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrer ähnlich aussehende Käfer.