Kartoffelkäfer

Leptinotarsa decemlineata (Say, 1824)

Gattung: Leptinotarsa

Familie: Blattkäfer (Chrysomelidae)

Ordnung: Käfer (Coleoptera)


Kennzeichen

Der Körper hat eine gelbliche Grundfarbe. Auf den Deckflügel befinden sich je zehn dunkle Längsstreifen, auf dem Halsschild mehrere dunkle Flecken. Er wird 7 bis 11 mm groß.

 

Die Larven sind rot mit schwarzen Punkten am Kopf und an den Seiten des Körpers.

Flugzeit

Den Käfer kann man von Mai bis September, die Larven von Juni bis August finden.

Verbreitung

Ursprünglich kommt der Kartoffelkäfer aus Nordamerika. In Europa wurde er 1877 das erste mal gesichtet. Seit dem hat er sich bis nach Asien ausgebreitet.

Habitat

Kartoffelfelder und Gärten.

Ernährung

Käfer und Larven ernähren sich von Teilen von verschiedenen Nachtschattengewächsen wie die Kartoffel, Tomaten, Pfeffer oder Tabak. Die Larven können bei starkten Befall innerhalb kürzester Zeit ganze Felder entlauben.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen legt bis zu 1.000 gelbe Eier in Gruppen von bis zu 80 Stück an die Blattunterseite der Futterpflanze ab. Die Larven schlüpfen nach etwa zehn Tagen, häuten sich drei mal und verpuppen sich nach zwei bis vier Wochen unter der Erde. Nach zwei weiteren Wochen schlüpfen die Käfer die aber noch eine weitere Woche unter der Erde bleiben oder dort überwintern.

Gefährdung und Schutz

Der Kartoffelkäfer gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Nachdem der Käfer sich in Europa ausgebreitet hatte, hatte er zunächst keine natürlichen Feinde. Inzwischen scheinen aber einige Laufkäferarten und Vögel den Kartoffelkäfer als Beutetier angenommen zu haben.

Verwechslungsgefahr

Der Kartoffelkäfer ist unverwechselbar.