Grünes Heupferd, Großes Heupferd, Großes Grünes Heupferd, Grüne Laubheschrecke

Tettigonia viridissima (Linnaeus, 1758)

Unterfamilie: Heupferde (Tettigoniidae)

Familie: Laubheuschrecken (Tettigoniidae)

Unterordnung: Langfühlerschrecken (Ensifera)

Ordnung: Heuschrecken (Orthoptera)


Kennzeichen

Der Körper und die Beine sind grün, selten gibt es auch Tiere mit gelblichen Körper oder gelben Beinen. Auf dem Rücken befindet sich bei beiden Geschlechtern eine braune Längslinie. Die Flügel reichen bei voll entwickelten Weibchen bis über die 23 bis 32 mm lange Legeröhre. Weibchen werden zwischen 32 und 42 mm groß, Männchen zwischen 28 und 36 mm. Damit ist das Grüne Heupferd eine der größten einheimischen Heuschrecken.

Flugzeit

Erwachsene Tiere kann man zwischen Juli und Oktober beobachten, die Nymphen von April bis Juli.

Verbreitung

Ganz Europa, Asien, bis in eine Höhe von ca. 500 m.

Habitat

Trockenrasen, Wiesen, Weg- und Waldränder, Gärten, Felder, Parkanlagen, Brachen, auch in Großstädten wenn genügend, mindestens 30 cm hohe Vegetation vorhanden ist.

Ernährung

Sowohl die erwachsene Heuschrecke als auch die Nymphen ernähren sich hauptsächlich räuberisch von anderen Insekten wie z. B. Larven vom Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata), somit sind sie sehr nützliche Gartenbewohner. Sie lehnen aber auch gelegentliche pflanzliche Kost nicht ab.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die dunkelbraunen Eier werden vom Weibchen einzeln oder in kleinen Gruppen im Boden abgelegt. Bis zum Schlüpfen der Nymphen vergehen mindestens eineinhalb, manchmal bis zu fünf Jahre. Nach dem Schlüpfen durchlaufen die Nymphen sieben Häutungen bis zum erwachsenen Tier. Die Legeröhre ist bei den Weibchen nach der fünften Häutung zu sehen, die Flügel kann man bei beiden Geschlechtern als kleine Ausstülpung nach der sechsten Häutung erkennen.

Gefährdung und Schutz

Das Grüne Heupferd gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Nur die Männchen können Laute erzeugen. Beide Geschlechter sind sehr flugtüchtig.

Verwechslungsgefahr

Bei genauer Betrachtung ist eine Bestimmung gut möglich.