Blauflügelige Sandschrecke

Sphingonotus caerulans (Linnaeus, 1767)

Gattung: Sphingonotus

Unterfamilie: Ödlandschrecken (Oedipodinae)

Familie: Feldheuschrecken (Acrididae)

Unterordnung: Kurzfühlerschrecken (Caelifera)

Ordnung: Heuschrecken (Orthoptera)


Kennzeichen

Der Körper hat eine graue oder bräunliche Grundfarbe mit einer variablen schwarzen Fleckenzeichnung. Die Hinterflügel sind hellblau und haben meist keine dunkle Saumbinde. Das Halsschild ist vorne verrengt und hat keinen erhöhten Mittelkiel, die Schenkel des hinteren Beinpaares verengen sich regelmäßig. Weibchen erreichen eine Körperlänge von 20 bis 31 mm, Männchen von 14 bis 26 mm.

Flugzeit

Ausgewachsene Tiere kann man von August bis Oktober finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Hauptsächlich in warmen, trockenen und sandigen oder steinigen Gebieten wie Heiden, Kiesgruben, Truppenübungsplätzen oder Schotterflächen mit wenig Vegetation. Seit etwa 1980 findet man sie auch auf Bahnanlagen, Güterbahnhöfen und Industrieflächen.

Ernährung

Ausgewachsene Tiere ernähren sich vermutlich von Gräsern.

Gefährdung und Schutz

Die Blauflügelige Ödlandschrecke ist in der Roten Liste Deutschland als stark gefährdet (2) eingestuft und nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Die Blauflügelige Ödlandschrecke kann sehr gut fliegen und die Männchen werden optisch durch fliegende Weibchen angelockt.

Verwechslungsgefahr

Sie kann vor allem mit der Blauflügeligen Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) verwechselt werden. Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind das Halsschild, dass bei der Blauflügeligen Ödlandschrecke einen erhöhten Mittelkiel hat und das hintere Beinpaar, dass sich bei der Blauflügeligen Sandschrecke regelmäßig und bei der Blauflügeligen Ödlandschrecke durch einen eine Abstufung verengt.  Wenn man die blauen Hinterflügel nicht gesehen hat kann sie auch leicht mit der Rotflügeligen Ödlandschrecke (Oedipoda germanica) verwechselt werden.